Demokratie in der Planung?
ST. PÖLTEN/KREMS. Das Architekturnetzwerk Niederösterreich mit Sitz in Krems lädt am 19. November von 13 bis 18 Uhr zu einem Raumplanungssymposium in den Vortragsaal der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten. Thema ist die Frage „Demokratie in der Planung?“. In diesem Zusammenhang sollen Möglichkeiten der Orts- und Regionalentwicklung erörtert werden.

Hürden, Erfolgsfaktoren und Ziele im Zusammenhang mit einer gelungenen Bürgerbeteiligung sind Thema des ORTE-Raumplanungssymposiums. Dazu werden Best Practices aus dem In- und Ausland vorgestellt, die Vorbild für eine demokratischere Planung sind. Partizipation ist in Österreich kein Liebkind von Politik und Planung – so die Ausgangsthese. Den Entscheidungsträgern wird vorgehalten, sie würden den Willen der Bürger nicht ernst nehmen und nur das tun, was sie selbst für richtig hielten. Der Bevölkerung wiederum wird nachgesagt, sie habe weder Ahnung noch Interesse, und wenn sich jemand engagiere, dann aus egoistischen Motiven. Nur wenige Gemeinden und Regionen sind bemüht, die Bürgerinnen und Bürger in ihre Entscheidungen so miteinzubeziehen, dass von ernstgemeinter Absicht, professioneller Beteiligung und einem transparenten demokratischen Prozess die Rede sein kann. Dies führt vielfach zu einer abgehobenen, sich verselbständigenden Planung und lässt den Großteil der Bevölkerung ahnungslos, teilnahmslos und oft auch frustriert außen vor. Wie also ist eine zukunftstaugliche Entwicklung unseres Siedlungsraums möglich, die von der Mehrheit der Menschen verstanden, gewollt und mit unterstützt wird?
Das Symposium versucht Lösungsansätze aufzuzeigen, die veranschaulichen, dass Baukultur kein politischer Alleingang, keine planerische Einzelaktion sein muss, sondern als gesellschaftliche Leistung erbracht werden kann. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Anmeldung unter office@orte-noe.at wird gebeten.


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