Zwei Platzhirsche bekommen Konkurrenz – kleine IKEA-Dependance eröffnet in St. Pölten
ST. PÖLTEN. Bisher waren die Kika-Leiner-Gruppe und XXXLutz-Möbelix die uneingeschränkten Platzhirsche in St. Pölten in Sachen Möbel. Das ändert sich nun. Ändert es sich wirklich? Das „unmögliche Möbelhaus aus Schweden“, IKEA nämlich, plant, sich endlich in die NÖ-Landeshauptstadt zu begeben. Freunden zweckorientierter, moderner aber günstiger Möbel zum Selbstzusammenbauen soll solcherart eine lange gehegte Sehnsucht gestillt werden. Ort der zukünftigen Befriedigung diverser Einrichtungsbedürfnisse wird der Traisenpark sein.

So weit, so gut, aber Achtung: Wer sich Dimensionen wie jene der IKEA-Filiale etwa in der Shoppingcity Süd in Wien Vösendorf erwartet, wo Konsumenten eine Verkaufsfläche von 13.000 Quadratmetern und 70 Musterzimmer vorfinden, muss seine Erwartungen zurückschrauben. Denn im St. Pöltner Traisenpark sind nur 1.800 Quadratmeter geplant. Die IKEA-Dependance in der NÖ-Landeshauptstadt wird nur eine Service- und Abholstation für bestellte IKEA-Ware sein und Planungsdienste anbieten. Wer seine Möbel vorher in natura sehen möchte, bevor er sich bestellt, der muss weiterhin in eine der sieben in Österreich verteilten Filialen fahren. Die nächsten sind in Wien Nord, Süd oder im oberösterreichischen Haid. Oder in einem der meistgedruckten Bücher unserer Zeit, im bunten IKEA-Katalog schmöckern. Vielleicht findet sich ja auch ein Nachfolger des im August 2015 verstorbenen bekannten Literaturkritikers Hellmuth Karasek, der den IKEA-Katalog rezensierte und sich solcherart auf skurrile Art mit dem Möbelhaus aus Schweden auseinandersetzte.
Übrigens: Der kleine IKEA-Standort in St. Pölten könnte bereits im Frühjahr 2016 fertig sein.


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