Dürnrohr: Grüne wollen 'sofortige' Abschaltung - VP, SP dagegen
ST. PÖLTEN. „Kein Kraftwerk belastet die Luft so stark wie ein Kohlekraftwerk. Dürnrohr alleine verursacht jährlich CO2-Emmissionen in Höhe von 1 Million Tonnen. Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Ausstoß haben zudem massive Auswirkungen auf die Gesundheit“, erklärt die neue grüne NÖ-Spitzenrepräsentantin Helga Krismer. Die Grünen fordern eine sofortige Abschaltung des Kohlekraftwerks Dürnrohr, das über eine 31 Kilomter lange Leitung auch St. Pölten mit Fernwärme, und damit mit 2/3 des gesamten Wärmebedarfs, versorgt.

Das am Standort Dürnrohr mit 140 Grad in die Leitung abgegebene heiße Heizwasser kommt nach 31 km im Fernheizwerk St. Pölten Nord mit beachtlichen 138 Grad an. Die Wärmemengen stammen einerseits aus dem Wärmekraftwerk Dürnrohr und der Prozesswärme aus der Müllverbrennungsanlage. Die EVN hat jüngst angekündigt, das Dampfkraftwerk bis 2025 abzuschalten. In dieser Zeit müsse ein adäquater Ersatz für die Fernwärmeversorgung von ST. Pölten geschaffen werden. Nach der Abschaltung, so die EVN, werde das Unternehmen kein Kohlekraftwerk mehr betreiben.
Die geplante Abschaltung 2025 ist den Grünen zu spät: „Wir brauchen das Kohlekraftwerk nicht, um Niederösterreich mit Energie zu versorgen. Erst kürzlich haben wir es geschafft, zu verkünden, dass der niederösterreichische Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energiequellen produziert wird“, erklärt Krismer. Ein dementsprechender grüner Antrag zur sofortigen Abschaltung des Kraftwerks, wurde im NÖ-Landtag von VP und SP abgelehnt.


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