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NÖ/ST. PÖLTEN. Genau genommen ist man zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Vorstands der NÖ Gebietskrankenkasse am 27. Jänner von keinen großen Umbrüchen ausgegangen. Dieser Erwartungshaltung wurde dann auch bei der Wahl der Vorstandsspitze Rechnung getragen.

Die Obmänner der NÖGKK wurden von Elisabeth Schaffler (Aufsichtsbehörde des BM für Gesundheit) erneut angelobt. Im Bild: Obm. Stv. Michael Pap, Obmann Gerhard Hutter, Elisabeth Schaffler, (der wiedergewählte) Generaldirektor Jan Pazourek, 1. Obm. Stv. Norbert Fidler. Foto: Privat

Denn das NÖGKK-Präsidium wurde in seiner Funktion gänzlich bestätigt. Gerhard Hutter, seine Stellvertreter Norbert Fidler und Michael Pap übernehmen die gleichen Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre, die sie bereits bislang inne hatten. Und auch Jan Pazourek wurde als Generaldirektor vom frisch gewählten Präsidium wieder eingesetzt.

Als Herausforderung für die kommende Funktionsperiode nennt Obmann Hutter vor allem finanzielle Stabilität, um den Fortschritt in der Medizin für alle Anspruchsberechtigten zur Verfügung stellen zu können - und dies trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Zur Sache: Die Selbstverwaltung in ihrer derzeitigen Form prägt seit fast 60 Jahren das österreichische Gesundheitswesen: Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter bilden den Vorstand, das geschäftsführende Organ der NÖ Gebietskrankenkasse. Diese demokratische Form der Verwaltung der Krankenkassen durch jene, die selbst als Versicherte und Dienstgeber betroffen sind, geht ins 19. Jahrhundert zurück. Damals schlossen sich Arbeiter in Versicherungs-Vereinen zusammen, um im Krankheitsfall auf den Zusammenhalt der Solidargemeinschaft vertrauen zu können. Dadurch konnten die medizinische Behandlung und auch die Existenz der Arbeiter und ihrer Familien gesichert werden. Diese Krankenkassen wurden von ihren Mitgliedern selbst verwaltet. Beteiligten sich Dienstgeber an diesen Versicherungen, wurden auch ihre Vertreter in die Entscheidungsgremien einbezogen.


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