Frauen in der Arbeitswelt führen zu mehr Wachstum
ST. PÖLTEN/AMSTETTEN/ZWETTL. Würde weltweit eine komplette Gleichstellung zwischen Mann und Frau herrschen, würde die Weltwirtschaft um 26% wachsen. Dies belegen aktuelle Studien über die volkswirtschaftliche Kraft von Frauen in der Arbeitswelt. Auch in Österreich soll hier noch viel möglich sein.

Um Talent, Ausbildungsweg und Berufsfeld von Frauen besser aufeinander abzustimmen starten Land NÖ und AMS NÖ von 1. März bis 30. April 2016 ein neues Pilotprojekt mit dem Namen “Potentialanalyse für Frauen in Beschäftigung“. Durchgeführt wird es in den Bezirken Amstetten und Zwettl. 50 Plätze stehen bereit, parallel werden Nachfrage und Wirkungsweise analysiert.
Stärken bewusst machen
Für Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav bringt das neue Pilotprojekt wesentliche Vorteile: „Viele Frauen und Mädchen haben berufliche Potentiale, die sie aus welchen Gründen auch immer, nicht ausnutzen. Mit der Analyse wollen wir den Interessierten ihre Stärken bewusst machen, ihnen damit neue Berufschancen zeigen und ihre Karrierechancen zu erhöhen.
Mit qualifizierten Frauen dem Facharbeitermangel entgegenwirken
Für AMS-NÖ Geschäftsführer Karl Fakler ist entscheidend, dass Neigung und Talent mit dem Bildungs-Angebot und dem Fachkräfte-Bedarf der Region abgestimmt werden.
Weiterbildung wird gefördert
Mit dem neuen NÖ Weiterbildungsscheck, fördern wir erstmals das Nachholen von Abschlüssen, mit bis zu 3.000 Euro - mit dem neuen NÖ Bildungsdarlehen werden erstmals tertiäre und postgraduale Weiterbildungen mit einem Zinszuschuss von bis zu 2.500 Euro gefördert“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka bei der Pressekonferenz in ST. Pölten. Die Begleitung im Rahmen des Projekts erfolge in 5 Schritten: Anmeldung, Erstberatung, Analyse, Erstellung eines Bildungsplans, Teilnahme und Abschluss von Weiterbildungskursen.
Übrigens: Das AMS NÖ hat im Jahr 2015 rund 15.000 arbeitslose Frauen durch Schulungsmaßnahmen qualifiziert, um über 800 Qualifizierungen mehr als bei den Männern. Und das obwohl im Jahresdurchschnitt 2015 mit 24.800 arbeitslosen Frauen um rund 9.000 weniger gezählt wurden als Männer.
Information: NÖ Bildungsberatungs-Hotline unter 02742/25025


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