Geschiebe mit Spaßfaktor beim Wirtschaftsempfang (mit Fotoserie)
ST. PÖLTEN. Auch und gerade in jenem Jahr in dem St. Pölten sein 30-jähriges Jubiläum als Landeshauptstadt feiert und sogar den Gemeinderat neu wählt, gab es den bereits traditionellen Wirtschaftsempfang. Und heuer war es besonders dicht gedrängt und dementsprechend heiß in den Räumlichkeiten des Gemeinderatssaals, im Bürgermeisterzimmer und dem Foyer davor. Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Es herrschte sozusagen ein Geschiebe und Gedränge mit Spaßfaktor. Gute Möglichkeiten für die knapp 600 Netzwerker - vorwiegend aus der Wirtschaft - sich dem Smalltalk hinzugeben.

Der Wirtschaftsempfang war der beste Anlass für Bürgermeister Matthias Stadler seine Sicht auf die Stadt darzulegen, unterfüttert mit entsprechendem Zahlenmaterial.
So stieg etwa seit 1986, also dem Jahr der Hauptstadtwerdung von 57,3 Mio Euro auf 165,6 Mio Euro im Jahre 2016. (Analog dazu, erwartungsgemäß auch der Schuldenstand.) Besonders erfreut zeigte sich Stadler über den Anstieg der Kommunalsteuer: Von 4,1 Mio Euro auf 27,4 Mio im verwichenen Jahr 2015. Das rührt natürlich einerseits von der gestiegenen Steuer aber vor allem von der Mehrzahl der Wirtschaftsunternehmen, die nun in St. Pölten tätig sind. Derzeit zählt man 3.539 aktive Betriebe hierorts, das ist seit dem Jahre 2005 eine Steigerung um 27 Prozent.
Erfreulich ist, dass man in St. Pölten auf alternative Energieformen wie etwa Windkraft setzt: 27.000 Haushalte können mit erneuerbarer Energie bereits versorgt werden. Beim Verkehr wird es in den nächsten Jahren ebenfalls Änderungen geben. Unter anderen werden mit der Kerntangente Verkehrsströme neu geleitet, und der öffentliche Verkehr, in Form des LUP-Bus-Systems wurde zur Optimierung neu ausgeschrieben: Neue Routen, schnellere Verbindungen und möglicherweise sogar ein Sonn- und Feiertagsverkehr könnten möglich werden. Hier kann auch die Rathaus-Opposition ihre Meriten verbuchen, da gerade sie Druck für eine Attraktivierung des LUP-Verkehrs macht. Derzeit nutzen 4,8 Mio Fahrgäste den LUP pro Jahr.
Auf ein besonders erfolgreiches Jahr kann Ecopoint-Geschäftsführer Christoph Schwarz verweisen. Die Wirtschaftsservicestelle betreute 89 Investitionsprojekte, wovon 30 umgesetzt wurden. 58 Prozent des neuen Gewerbegebiets „NOE Central“ sind bereits vergeben, zahlreiche neue Unternehmen siedelten sich an und 397 neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden. Und St. Pölten kann weitermachen. Ist sie doch die Stadt mit den meisten Gewerbeflächenreserven aller Hauptstädte, nämlich 195 Hektar.
Auch wenn es zahlreiche Bildungseinrichtungen gibt, können hier fast ein Viertel (24 Prozent) der Einwohner nur auf einen Pflichtschulabschluss verweisen. Ein Drittel absolvierte eine Lehre (33 Prozent), während die Akademiker- und Maturantenquote jeweils nur knapp über 14 Prozent liegt (Statistik Austria).


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden