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Bei der fünften „Niederösterreichischen Photovoltaik Liga“ wurden kürzlich in der Hypo NÖ Landesbank die erfolgreichsten Photovoltaik-Gemeinden des Landes geehrt. Sieger aus dem Bezirk St. Pölten-Land ist St. Margarethen an der Sierning. Die 1050 Seelen-Gemeinde verzeichnete einen Zuwachs von 112,62 Watt pro Einwohner.

  1 / 2   Anton Pfeffer, Martin Aichinger (Ertex Solar GmbH), Bürgermeister Franz Trischler und Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf Foto: NLK Filzwieser

„Ich gratuliere St. Margarethen an der Sierning zum Meisterteller. Nicht zuletzt dank unserer erfolgreichen Photovoltaik-Gemeinden ist Niederösterreich auch die klare Nummer Eins bei Photovoltaik in Österreich. In NÖ sind 27.100 Anlagen mit einer Leistung von 227.600 Kilowatt installiert. Ein sichtbares Bekenntnis zur Energiewende auf unseren Dächern“, sagte Energie-Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP). „Ich freue mich sehr über den Sieg, da wir in St. Margarethen viel für erneuerbare Energie tun. Wir unterstützen Elektroräder, Hackschnitzel-Heizungen und auch PV-Anlagen. Außerdem haben wir eine E-Tankstelle“, sagte St. Margarethens Bürgermeister Franz Trischler (ÖVP) bei der Ehrung. Der Landesmeistertitel ging an St. Leonhard am Hornerwald, den Sonderpreis „Sonnenmeister“ für den größten absoluten Zuwachs an PV-Anlagen holte sich Wiener Neustadt. Bei der Ehrung anwesend war auch der ehemalige Austria Wien-Profi Anton Pfeffer.  Seit zwei Jahren ist der Ex-Nationalspieler Energiebotschafter des Landes Niederösterreich: „Erneuerbare Energie ist einfach das Ding der Zukunft, da fossile Energiequellen irgendwann ausgehen werden. Deswegen bin ich erfreut, bei dieser Entwicklung dabei zu sein“, sagte Pfeffer, der selbst eine Dreikilowatt-Anlage besitzt.

Nachbarländer halten weiterhin an Atomenergie fest

Das AKW Zwentendorf ist weltweit das einzige, das nie in Betrieb ging. In St. Pantaleon-Erla/St. Valentin (Bezirk Amstetten) und St. Andrä in Kärnten waren sogar noch zwei weitere Atomkraftwerke geplant. Seit 2012 erzeugt das KW Zwentendorf dank 2300 Photovoltaik-Paneelen mit einer Leistung von 450 Kilowatt sauberen Strom mit der Kraft der Sonne. Außerhalb der Grenzen Österreichs sieht es in puncto Stromerzeugung schon ganz anders aus. Der Anteil der Atomenergie liegt in der Europäischen Union bei rund 27 Prozent. Trotz der schweren Unfälle in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 halten einige Nachbarländer Niederösterreichs weiter an der Atomenergie fest. In Paks (Ungarn) sind zwei zusätzliche Kernkraftwerksblöcke geplant. Die Distanz zur niederösterreichischen Grenze beträgt 215 Kilometer (Prellenkirchen). In der Slowakei sind drei zusätzliche Atommeiler geplant. Zwei Reaktoren sollen in Mochovce (104 Kilometer bis zur Grenze – Wolfsthal) und ein weiterer Reaktor in Bohunice (54 Kilometer bis zur Grenze – Drösing) entstehen.

Pernkopf fordert Streichung von EU-Fördergeldern

Auch Tschechien will die Kernenergie weiter forcieren und den Atomanteil im Stromsektor von 33 auf 50 Prozent steigern. So sollen in Temelin (48 Kilometer bis zur Grenze – Haugschlag) zwei zusätzliche Atomreaktoren entstehen. Das grenznaheste Atomkraftwerk steht in Dukovany (32 Kilometer bis zur Grenze – Hardegg). Umwelt-Landesrat Pernkopf forderte, dass Tschechien, Ungarn und der Slowakei EU-Fördergelder zur Regionalentwicklung und für eine umweltgerechte Landwirtschaft gestrichen werden, sofern diese Länder an der Atomenergie festhalten. Beispiele an Ländern, die aus dem Atomprogramm bereits ausgestiegen sind oder gerade an der Umsetzung arbeiten, gibt es einige. Italien verzichtet seit 1990 auf Atomenergie, Litauen seit 2009. Deutschland will bis 2022 schrittweise aussteigen und Belgien seine AKW bis 2025 vom Netz nehmen. In der Schweiz soll bis 2034 kein AKW mehr in Betrieb sein, Spanien will zukünftig keine neuen mehr errichten.


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