FPÖ besucht heimische Betriebe und Freiwilligenorganisationen
ST. PÖLTEN. Im Zuge der FPÖ-Heimatlandtour, mit der man derzeit in ganz Niederösterreich unterwegs ist, machten FP-Funktionäre gestern in St. Pölten und Umgebung Halt. Ziel der Tour ist es, das Bundesland noch besser kennen zu lernen und den Anliegen seiner Betriebe, Feuerwehren und Rettungsbünde ein offenes Ohr zu schenken.

„Wir unterhalten uns mit Unternehmern und Arbeitnehmern, Polizisten und Feuerwehrleuten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo der Schuh drückt. Und der Schuh drückt in vielen Bereichen“, sagte FP-Nationalratsabgeordneter Christian Höbart. Hauptsächliche Themen seien die Angst um den Arbeitsplatz, die Zuwanderung und die Konkurrenz durch Nachbarländer wie Tschechien, Slowakei und Ungarn, weil diese billiger produzieren würden. „Die EU ermöglicht dort mit Subventionen die Errichtung neuer Werke, wodurch ganze Sparten aus Österreich abgesaugt werden. Die Sozialunion der EU macht sich aber keine Gedanken darüber, das Lohnniveau in Tschechien anzuheben“, kritisierte Nationalratsabgeordneter Walter Rosenkranz. Wichtige Themen bei den Betriebsbesuchen seien auch die Russland-Sanktionen, die Registrierkassenpflicht und die Lkw-Maut. Diese sei für den Wirtschaftsstandort St. Pölten absurd und nur dazu da, um Budgetlöcher zu stopfen, meinte Rosenkranz.
Niedriges Image der Lehre
Eine Belastung für die Betriebe ist auch der Facharbeitermangel. „Es war eine vollkommen falsche Bildungsinitiative der SPÖ, den Menschen vorzugaukeln, dass man nur mit Matura und Studium ein gutes Leben führen kann“, sagte Höbart. Das soziale Image der Lehre sei dadurch heruntergewirtschaftet worden. Auch an Basisfähigkeiten der Schüler wie Grundrechnungsarten und Sprachbegabung würde es mangeln. „Auf der anderen Seite holt man sich die sogenannten Schutzsuchenden zu Massen ins Land und tut dann so, als wären das die Heilsbringer für unsere Wirtschaft. Ich finde es spannend, wie teilweise völlig ungebildete Menschen den Wirtschaftsmotor ankurbeln sollen. Und das bei 500.000 Arbeitslosen.“
Bundeskanzler Kern ein Selbstdarsteller?
Eine Besserung der wirtschaftlichen Lage durch den neuen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erhofft man sich vonseiten der FPÖ nicht. „Der neue Kanzler Kern kann gar nichts. Er ist ein Selbstdarsteller, der kein Wirtschaftsstudium abgeschlossen und noch nicht einmal ein Unternehmen geleitet hat“, äußerte sich Rosenkranz. “Christian Kern hat schon viele Funktionen inne gehabt, in denen er gezeigt hat, dass er ein Unternehmen sehr erfolgreich führen kann. Er war nicht nur bei den ÖBB in der Spitzenfunktion, sondern er war vorher schon im Vorstand des Verbunds“, konterte St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Asylberechtigte (Menschen mit positivem Asylbescheid) in den Arbeitsmarkt zu integrieren hält Stadler für wichtig: „Man wird den Arbeitsmarkt für diese Personengruppe öffnen müssen, weil sie dann dem Sozialsystem nicht zulasten fallen“, sagte Stadler. So könne man den Asylberechtigten außerdem eine Perspektive geben und sie erfolgreich integrieren. Ihr Arbeitskräftepotential könne man auch zur Verringerung der freien Lehrstellen nutzen. Dabei sei aber darauf zu achten, dass die Asylberechtigten Berufe ergreifen, wo auch wirklich Lehrlinge gesucht werden.


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