Niederösterreich hat Vorsitz über Region Donau-Moldau
ST. PÖLTEN. In der Landeshauptstadt tagte erstmals das politische Präsidium der Europaregion Donau-Moldau (EDM) unter dem Vorsitz Niederösterreichs. Die hochrangigen Gäste aus den Mitgliedsregionen diskutierten unter Leitung von VP-Landesrätin Barbara Schwarz die Zukunft der Europaregion. Die Zusammenarbeit über drei Staaten folgt einer gemeinsam erarbeiteten Strategie, die zur Sicherung von Wohlstand und Lebensqualität in der ländlich geprägten Region beitragen soll.

Landesrätin Schwarz: „In den vier Jahren gemeinsamer Arbeit ist der Austausch auf wissenschaftlicher Ebene bereits sehr gut gelungen. Experten haben sich in der Europaregion Donau-Moldau vernetzt, und gemeinsame Projekte sind entstanden. An der wichtigen Verankerung der Europaregion im Bewusstsein der Bevölkerung arbeiten wir stetig.“ Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich aus Niederbayern und Kreisrat Martin Hyský aus dem Kreis Vysočina bestätigen die positiven Auswirkungen der Zusammenarbeit: Schon alleine der Erfahrungs- und Know-How-Austausch über die Grenzen hinweg bringe wichtige Impulse und Denkanstöße, um den Herausforderungen der Zeit begegnen zu können.
Bildung als wesentliche Grundlage von Wohlstand und Lebensqualität ist auch ein zentrales Thema der Kooperation. Der Bildungsstandort EDM soll nicht nur verstärkt in der Öffentlichkeit präsentiert werden, es gilt vor allem, attraktive Angebote für Studierende zu entwickeln und die Zusammenarbeit von Schulen zu unterstützen. Bildung und lebenslanges Lernen senken auf längere Sicht die Arbeitslosigkeit. Ergänzend kann durch gezielte Zusammenarbeit in der Region dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden.
NÖ Präsidentschaft mit vielerlei Vorhaben
Niederösterreich hat den Vorsitz in der Europaregion Donau-Moldau im Jahr 2016 von der tschechischen Region Pilsen übernommen. Für das Vorsitzjahr hat Niederösterreich ein umfangreiches Programm gestaltet. Erfolgreich über die Bühne gegangen sind bereits der Europatag in St. Pölten sowie der E-Mobilitätstag am 21. Mai am Wachauring bei Melk. Von 3. bis 14. Juli wird die Energy Future Tour stattfinden, wobei 15 Jugendliche aus den sieben Mitgliedsregionen auf einer Reise durch das Gebiet der Europaregion die Situation im Bereich Energie dokumentieren und besser kennen lernen werden. Für Jänner 2017, den letzten Monat der niederösterreichischen Vorsitzführung, ist in Krems eine Bildungskonferenz in Kooperation mit der Donau Universität geplant, bei der Experten aus den sieben Wissensplattformen der EDM zu bildungsrelevanten Themen diskutieren werden.
Die Europaregion Donau-Moldau ist eine politisch vereinbarte Arbeitsgemeinschaft der sieben Regionen Oberösterreich, Niederösterreich, Niederbayern mit dem Landkreis Altötting, Oberpfalz, Pilsen, Südböhmen und Vysočina. Niederösterreich obliegt die Betreuung des Themas Erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Dabei wird E-Mobilität von ExpertInnen als wichtiger Baustein für die Energiezukunft der Europaregion Donau-Moldau gesehen.


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