FH St. Pölten platzt aus allen Nähten - Zubau beginnt im Sommer 2018
ST. PÖLTEN. Im Sommer 2018 erfolgt der Spatenstich für den Zubau südlich der Fachhochschule. Dieser soll mit dem bestehenden Gebäude einen „Campus der Zukunft“ bilden und zu Beginn des Sommersemesters 2020 bezogen werden. Am Campus wird auch eine Privatuniversität mit fünf Studiengängen untergebracht.

„Seit der Eröffnung der Fachhochschule im August 2007 haben wir uns von den Studierenden und Mitarbeitern her mehr als verdoppelt, und das Wachstum hält an. In den letzten Jahren konnten wir überdurchschnittlich viele Studiengänge und –plätze im Rahmen der Ausschreibungen des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gewinnen. Auch im Bereich der Weiterbildungslehrgänge gehört die FH St. Pölten mittlerweile zu den größten Fachhochschul-Anbietern in Österreich“, erklärt FH-Geschäftsführer Gernot Kohl den Entschluss für den Zubau. Die Fachhochschule, die momentan rund 2650 Studenten, 300 hauptberufliche Mitarbeiter und rund 650 nebenberuflich tätige Lektoren zählt, wird nach dem Zubau Platz für 3000 Studenten und über 1000 Mitarbeiter bieten. Der Zubau fasst 12.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, was mit dem bestehenden Gebäude eine Fläche von 30.000 Quadratmetern ergibt. Die Errichtungskosten betragen 30 Millionen Euro netto.
Aulen werden durch breiten Gang verbunden
Den Architektenwettbewerb, bei dem zahlreiche in- und ausländische Architekturbüros teilgenommen haben, konnte das Architekturbüro NMPB Architekten ZT GmbH Wien mit dem Partner FCP GmbH, welcher auch schon das bestehende Gebäude geplant hat, für sich entscheiden. Der Campus der Zukunft bietet 16 Seminarräume, zahlreiche Gruppenarbeits-, Projekt- und Selbstlernplätze für vertiefendes Lernen sowie ein Lernlab und ein Lerncafé. Außerdem verfügt er über eine große Aula, State of the art-Labore und einen Showroom, in dem Forschungsprojekte vorgestellt werden können. Die Bibliothek wird vollständig aus dem bestehenden Bau in den Zubau übersiedeln. Haupteingänge wird es sowohl im „Altbau“ als auch im neuen Gebäude geben, genauso wie im Verbindungsbau zwischen den Gebäuden. Durch einen breiten Gang, der durch die jetzige Mensa führt, werden die beiden Aulen verbunden. Farbkodierungen sorgen für die Orientierung. Vor der Fachhochschule wird eine öffentliche Promenade entlang des Mühlbachs nach Süden Richtung Stadtzentrum entstehen. Eine Hälfte des Parkplatzes in der Heinrich Schneidmadl-Straße, der aktuell 225 Parkplätze fasst, bekommt eine zusätzliche Etage, wodurch noch einmal 105 Parkplätze hinzukommen. Die Detailplanung läuft bis Herbst 2017.
Privatuniversität mit fünf Studiengängen
Um Synergien zu nutzen, wird am Campus der Fachhochschule auch eine neue Privatuniversität untergebracht, die drei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge mit je 30 Studienplätzen pro Jahrgang anbieten wird. Die Eigentümer der Privatuniversität sollen zu 50 Prozent der Verein ÖAGG und zu 50 Prozent die Landeshauptstadt St. Pölten sein. Die geplanten Bereiche sind Psychotherapie (Bachelor Psychosoziale Intervention und Master Psychotherapie) und Humanwissenschaften (Bachelor Angewandte Humanwissenschaften sowie Society-Art-Technology und Master Multimediale Kunsttherapie). Das Konzept für die Privatuniversität wurde auf Initiative des ÖAGG (Österreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik) in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule und mit Unterstützung der Stadt St. Pölten ausgearbeitet. Geplanter Start der ersten Studiengänge ist das Wintersemester 2018/2019. Die Kosten für ein Semester liegen bei rund 5000 Euro.


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