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Weniger Unternehmen illiquide, dafür mehr Privatinsolvenzen in der Landeshauptstadt

Thomas Lettner, 25.01.2017 11:39

ST. PÖLTEN. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ist in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2015 von 37 auf 33 gesunken. Leicht angestiegen sind im selben Vergleichszeitraum hingegen die Privatinsolvenzen (52 auf 55).

Der Schein trügt, denn 2016 gingen weniger St. Pöltner Unternehmer baden als 2015. Symbolfoto: Wodicka

In St. Pölten zeigt sich somit ein ähnliches Bild wie im restlichen Bundesland. Die Unternehmensinsolvenzen sanken in NÖ von 2015 auf 2016 von 849 auf 828 (österreichweit +2,1 Prozent), während die Privatinsolvenzen von 1198 auf 1211 stiegen. Nach der Anzahl der betroffenen Mitarbeiter gerechnet ist die food4you GmbH mit 112 Mitarbeitern das am stärksten betroffene Unternehmen Niederösterreichs, österreichweit belegt es Rang neun.

Am häufigsten betroffene Rechtsformen

Nach Rechtsformen geordnet ist die registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (reg.Gen.m.b.H.) mit einer Steigung um 100 Prozent von 2015 auf 2016 die Rechtsform, die den stärksten Zuwachs an Insolvenzen verzeichnet. Dem muss hinzugefügt werden, dass es 2015 nur ein Unternehmen gab, das diese Rechtsform angemeldet hatte. Auf Platz zwei liegen mit einem Zuwachs von rund 12 Prozent die freien Berufe, mit 8,5 Prozent die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Ein deutliches Minus in dieser Kategorie verzeichneten die Aktiengesellschaften (-33,3 Prozent) und die offenen Gesellschaften (-16,9 Prozent).

Am stärksten betroffene Branchen

Die Branchen mit den meisten Insolvenzen sind österreichweit das Bauwesen (+9,8 Prozent), Übrige (+5,2 Prozent) und das Kredit- und Versicherungswesen (+4 Prozent). Weniger Insolvenzen gab es von 2015 auf 2016 in der Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung (-9,6 Prozent), in der Sachgütererzeugung (-7,8 Prozent) und im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (-6,4 Prozent).

Ursachen für Insolvenzen

Die Hauptursachen der Insolvenzen liegen laut dem Österreichischen Verband Creditreform in Managementfehlern, gefolgt vom Kapitalmangel und dem Preisdruck aufgrund des Wettbewerbs. Betroffen sind vor allem Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern. 15 Prozent aller Insolvenzen wurden als Sanierungsverfahren eröffnet.


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