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ST. PÖLTEN. Josef Hager (ÖVP) wird am Donnerstag zum neuen Vizepräsidenten der Arbeiterkammer gewählt. Der NÖAAB-FCG-Mann folgt damit Franz Hemm nach.

Innenminister Wolfgang Sobotka (rechts) präsentierte Josef Hager als neuen Vizepräsidenten der AK. Foto: Hebe

Der 48-jährige Josef Hager ist gelernter Bürokaufmann und war mehr als 14 Jahre lang Filialleiter bei dm drogeriemarkt. Seit dem Jahr 2006 ist er Zentralbetriebsratsvorsitzender bei dm und für mehr als 6700 Kollegen Ansprechpartner in allen Fragen zur Arbeitswelt. „In seiner jahrelangen Laufbahn als Betriebsrat hat er den Wandel im Arbeitsleben der Beschäftigten aktiv mitgestaltet und auch als Verhandler für den Kollektivvertrag der Handelsangestellten wichtige Meilensteine, wie den Mindestlohn, umgesetzt“, so Innenminister und NÖAAB-Landesobmann Wolfgang Sobotka (ÖVP) bei der Präsentation Hagers.

„Sozialpartnerschaft beibehalten“

Für Josef Hager ist klar, dass sich die Arbeiterkammer noch stärker mit den Themen auseinandersetzen muss, die die Arbeitnehmer tagtäglich beschäftigen. „Ich weiß, welche Fragen sich die 105.000 Beschäftigten im Handel in Niederösterreich tagtäglich stellen. Gerade in dieser Branche sind die Sorgen und Veränderungen des Wandels spürbar. Unsere Kollegen erwarten sich neue Antworten für die modernen Arbeitswelten. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Kammerräten und allen Sozialpartnern“, betont der designierte AK-Vizepräsident. Wie er den vom designierten Wirschaftskammer-Präsidenten Harald Mahrer ausgegebenen Reformwunsch der Sozialpartnerschaft beurteilt? „Die Sozialpartnerschaft sollten wir uns so beibehalten, wie sie ist“, so Hagers klare Ansage.

„Dosiertes Vertrauen“

Auf die Frage nach seinem Kurs in der AK, meinte Hager: „Dosiertes Vertrauen mit Handschlagqualität.“ Grundsätzlich ist für den Weinviertler jedoch eines klar: „Es zählt nur, dass beide Seiten, sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, eine gute Lösung finden. Dabei sollte man Gutes bewahren, aber sich vor Neuem nicht verschließen.“ Denn es gelte, die echten Sorgen der Arbeitnehmer zu nehmen und Antworten zu finden.


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