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„Einer von uns“ – Dokumentarfilm über das Leben von Franz Jägerstätter
ST. RADEGUND/LINZ. Der Dokumentarfilm „Einer von uns“ erzählt die Geschichte von Franz Jägerstätter, dem Landwirt aus St. Radegund, der aus Gewissensgründen den Dienst bei der Deutschen Wehrmacht verweigerte und hingerichtet wurde. Am Jägerstättergedenktag, dem 21. Mai, feierte der Film im Linzer Moviemento Premiere.

Der 40-minütige Dokumentarfilm „Einer von uns“ mit sogenannten Reenactment – also nachgestellten Szenen – beleuchtet das Leben des Landwirts und Mesners aus St. Radegund. Im Mittelpunkt stehen die Gründe des gläubigen Christen, für das Nein zum Hitler-Regime und der damit verbundenen Verweigerung des Wehrdienstes sowie sein Ringen um eine Entscheidung und die Rolle seiner Frau Franziska. Der Dokumentarfilm soll neue Erkenntnisse einbringen, die neben dem erst 1990 veröffentlichten Gerichtsprotokoll auch auf zahlreichen Originalbriefen und Aufzeichnungen Jägerstätters beruhen. Zudem sprach das Produktionsteam mit mehr als 20 Interviewpartnern – darunter die Töchter Jägerstätters sowie die Jägerstätter-Biografin Erna Putz. „Zwei Dinge haben mich bei der Arbeit zum Film sehr berührt. Die spirituelle Tiefe mit denen Jägerstätter seine Briefe geschrieben hat und sein unverbrüchlicher Glaube an die Auferstehung“, erklärt Regisseur Lothar Riedl. Für Produzent Peter Schierl war es außerdem die internationale Strahlkraft die Franz Jägerstätter heute noch hat. „Einer von uns“ wird bei mehreren Film-Festivals eingereicht und soll im Anschluss vor allem in Schulen und beim Militär eingesetzt werden.


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