Hohes Gericht urteilte über die jungen Altenfeldner Maibaumdiebe
ST. ULRICH/ALTENFELDEN. Der Maibaum von St. Ulrich steht wieder an seinem rechtmäßigen Platz: Ganz nach alter Tradition haben einige Burschen aus Oberfeuchtenbach diesen gestohlen, ausgelöst und mit reiner Muskelkraft auch wieder aufgestellt. Beim Fest der Ablöse fehlte auch eine Gerichtsverhandlung nicht.

Der aktuelle Kükenschlüpf-Hype in der Gemeinde St. Ulrich (Tips berichtete) machte es überhaupt möglich, dass der Maibaum entwendet werden konnte. Denn die Wächter ließen sich davon derart ablenken, dass die Diebe leichtes Spiel hatten. Dass Spione bereits während des Aufstellens dabei waren, erleichterte die Sache zusätzlich. Auf der Anklagebank saßen deshalb nicht nur die frechen Maibaumdiebe, sondern auch Helfer und Saboteure – wie Kükenmama Veronika Schirz und Mitglieder des St. Ulricher Feuerwehrkommandos.
Nachbarn kennenlernen
Der Gerichtsverhandlung gingen schon Tage vorher zähe Verhandlungen beim Wirt in St. Ulrich voraus. Dann hielten schließlich die Diebe auf dem Maibaum sitzend Einzug, begleitet von der Musikkapelle Niederwaldkirchen. Mit Muskelkraft und angefeuert von den St. Ulrichern stellten die jungen Altenfeldner den Baum zum zweiten Mal auf dem Dorfplatz auf – ehe dann schließlich alle Übeltäter ihre gerechte Strafe erhielten.
Wichtig ist den traditionsbewussten Altenfeldnern, dass sie mit ihrer Brauchtumspflege grundsätzlich im Bezirk bleiben. Denn mit ihren Aktionen wollen sie in erster Linie eine Zusammenkunft, Gemeinschaftspflege, ein Kennenlernen in der Nachbarschaft erreichen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden