St. Valentiner Künstler lässt Kunstwerk in der Toskana entstehen
ST. VALENTIN. Der St. Valentiner Bildhauer Hans Gölles wurde eingeladen, in der Toskana sein Kunstwerk „Getragen von den Wellen des Meeres“ entstehen zu lassen und so auf die Notwendigkeit des Schutzes der Meere aufmerksam zu machen.

Hans Gölles, geboren 1959 in Feldbach in der Steiermark, ist als Bildhauer und Kunsterzieher tätig. Er studierte Bildhauerei und Lehramt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, in seinem Atelier Am Windberg 4 in St. Valentin widmet er sich in seiner künstlerischen Arbeit als Bildhauer vorwiegend dem weiblichen Akt.
Ein sicheres Heim für Fische
Als leidenschaftlicher Toskana-Fan wurde er auf das Naturschutzprojekt „Casa dei Pesci“ (Ein sicheres Heim für Fische) von Paolo Fanciulli aufmerksam. Der Fischer aus dem Dorf Talamone hat ein weltweit einzigartiges Naturschutzprojekt ins Leben gerufen: In seiner Heimat nehme die illegale Schleppnetzfischerei im großen Stil immer mehr zu. Diese zerstöre die Unterwasserwelt und bedrohe massiv den Fischbestand im Tyrrhenischen Meer vor der Küste der Toskana.
Betonklötze mit Haken
Um die weitläufigen Fischereinetze zu zerstören, versenkte er zunächst Betonklötze mit Haken im Meer – bis schließlich ein Marmor-Steinbruch aus Carrara (aus diesem stammt der berühmte weiße Marmor, den Michelangelo für seine Kunstwerke nutzte) auf das Projekt aufmerksam wurde. Seither stellt Franco Brattini, der Steinbruchbesitzer, dem Naturschutzprojekt „Casa dei Pesci“ riesige Marmor-Blöcke zur Verfügung. Diese werden in der Toskana von Künstlerinnen und Künstlern bearbeitet, um sie später im Meer zu versenken.


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