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ST. WOLFGANG/BERLIN. Sepp Eisl aus Abersee am Wolfgangsee ist Biolandwirt mit Leib und Seele. Seit über 30 Jahren führt er seinen Milchschaf-Betrieb mit Pioniergeist, innovativem Denken und nachhaltiger Wirtschaftsweise. Nun hast sich Sepp Eisl vom „Seegut Eisl“, ebenso wie sein österreichischer Kollege Tobias Ilg aus Dornbirn, für den „Ceres Award“, den bedeutendsten Preis für Landwirte und Landwirtinnen im gesamten deutschsprachigen Raum, qualifiziert. Bei diesem Preis werden Landwirte gewürdigt, die mit Mut und Ideenreichtum Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Sepp Eisl wurde als einer der drei Finalisten in der Kategorie „Biolandwirt“ auserwählt. Ob er den Kategorie-Sieg mit nach Österreich nehmen wird, verkündet die Jury bei der großen Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin. 

Biolandwirt Sepp Eisl vom Wolfgangsee.Foto: Timo Jaworr
Biolandwirt Sepp Eisl vom Wolfgangsee.Foto: Timo Jaworr

Seit über 30 Jahre lebt der Betrieb von Sepp Eisl von und mit seinen Ostfriesischen Milchschafen. In der eigenen Hofkäserei am Seegut Eisl, einem über 500 Jahre alten Traditions-Erbhof am Wolfgangsee, produzieren Sepp und seine Frau Christine ihre mehrfach ausgezeichneten Schafmilchspezialitäten. Die naturbelassenen Qualitätsprodukte wie Schaf-Frischkäse, Joghurt, Fruchtmolke und nun auch Schafmilcheis werden mit Sorgfalt und handwerklich in 100% Bio-Austria-Qualität hergestellt.

Schafmilcheis-Salon

2017 hat sich Sepp Eisl mit seiner Familie zudem auf neues Terrain vorgewagt und hat in der Altstadt Salzburgs den 1. Bio-Schafmilcheis-Salon Österreichs eröffnet. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ist für Sepp Eisl oberstes Gebot. Daher verwendet Familie Eisl für die Produktion ihrer Spezialitäten ausschließlich Ökostrom und Energie aus dem eigenen Biomasseheizwerk, welches nicht nur den eigenen Betrieb, sondern auch 10 Nachbarhäuser versorgt. Beispielsweise ist zudem auch die Verpackung der Schafmilchspezialitäten, wenn irgendwie möglich, biologisch abbaubar, recyclebar oder wiederverwendbar.

Finalist in Berlin

„Ich bin sehr glücklich für diese internationale Auszeichnung nominiert worden zu sein. Als Finalist in Berlin dabei sein zu dürfen, ist bereits allerhand“, so Sepp Eisl. Warum er Biolandwirt des Jahres werden will? „Weil ich jungen Hofnachfolgern Mut machen möchte, dass man mit einem landwirtschaftlichen Betrieb viele Chancen hat, wenn man selbst initiativ wird. Auch dann, wenn es vielen Außenstehenden am Anfang nicht so erfolgsversprechend erschein“, so Sepp Eisl.

Ceres Award: Höchste landwirtschaftliche Auszeichnung

Bereits zum fünften Mal würdigt agrarheute, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich, im feierlichen Rahmen Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Der CeresAward begeistert die Branche und gilt als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ im deutschsprachigen Raum. Neben dem Gesamtsieg „Landwirt des Jahres“ wird jeweils ein Sieger in zehn Einzelkategorien, wie Biolandwirt, Ackerbauer, Geflügelhalter oder Milchviehhalter ausgelobt. Die große Galaveranstaltung findet am Donnerstag, 18. Oktober in Berlin statt.

Das Auswahlverfahren

Mehr als 180 Landwirte haben sich in diesem Jahr für den Award beworben. Vergeben wird der CeresAward, der nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit benannt ist, nach einem aufwändigen, zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren des Fachmagazins agrarheute sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriesponsors die Bewerbungen.

Drei Bewerber je Kategorie werden schließlich als Finalisten gewählt. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft. Aus Österreich hat es neben Sepp Eisl noch Tobias Ilg aus Dornbirn in Vorarlberg unter die 30 Finalisten geschafft. Er ist in der Kategorie „Energielandwirt“ nominiert.


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