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STEINBACH/ZIEHBERG. Errichtet wurde er im Jahr 1926 – der „Koliofen“. Nach seiner Stilllegung war er dem Verfall preisgegeben. Dass er heute so dasteht wie einst, ist dem Engagement zahlreicher Steinbacher zu verdanken.

Franz Resch (links) und Karl Vorderderfler vor einer Auszugsluke im Kalkofen. Foto: Winkler-Ebner
  1 / 2   Franz Resch (links) und Karl Vorderderfler vor einer Auszugsluke im Kalkofen. Foto: Winkler-Ebner

Johann Kern-Helmberger, Jahrgang 1923, ist der letzte noch lebende Brenner vom Steinbacher Kalkofen. Schon seit seiner Jugend hat er für die Familie Ratzinger, die Besitzer des Kalkofens, gearbeitet: im Sommer im Kalksteinbruch und als Erntehelfer, im Winter als Holzknecht. Die genaue Jahreszahl kann er nicht bestimmen, aber er war um die 30 Jahre alt, als er als Kalkbrenner begonnen hat.

Viel Staub und viel Kohle

„Es war nicht anstrengend, aber eine schmutzige Arbeit war es. Der Kalkstaub ist nicht ganz angenehm in der Nase. Verdient haben wir dafür nicht schlecht, weil wir 60 Stunden in der Woche im Schichtbetrieb gearbeitet haben“, erzählt Kern-Helmberger. Das Kalkbrennen im kleinen Schachtofen hat sich später nicht mehr rentiert, also wurde der Betrieb 1954 eingestellt und das Gebäude begann zu verfallen.

Verein rettet Kalkofen

Im Zuge der Vorbereitungen für die oberösterreichische Landesausstellung 1998 gründete sich der Kulturverein Kalkofen. Dieser nahm sich der aufwendigen Sanierung des Kalkofens an. „Stehengeblieben ist dabei nur der Schlot, alles andere ist abgetragen und neu errichtet worden“, so Franz Resch, Obmann des Kulturvereins. Heute finden im „Koliofen“ Veranstaltungen wie Konzerte oder private Feiern statt. Eine Ausstellung veranschaulicht das Handwerk des Kalkbrennens: vom Anheizen und Beschicken bis hin zum Abziehen des gebrannten Kalks. Interessierte können jederzeit beim Kulturverein bezüglich einer Führung anfragen.


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