Brandeinsatz in Entsorgungsbetrieb in Steyr: Vorbildliches Handeln verhindert Großbrand
STEYR. Am Mittwoch wurden Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes in Steyr auf eine starke Rauchentwicklung im Bereich eines Förderbandes aufmerksam. Die Belegschaft reagierte umgehend und leitete mit mehreren Pulverlöschern erste Löschmaßnahmen ein.

Parallel dazu wurde über den Notruf die Landeswarnzentrale in Linz verständigt, welche daraufhin die Löschzüge 3 (Gleink) und 5 (Münichholz) der Freiwilligen Feuerwehr Steyr alarmierte.
Übungen zahlen sich aus
Ein entscheidender Vorteil bei diesem Einsatz war die enge Kooperation zwischen dem Betrieb und der Feuerwehr: Da in regelmäßigen Abständen gemeinsame Übungen auf dem Gelände stattfinden, verfügten die eintreffenden Kameradinnen und Kameraden über eine hervorragende Ortskenntnis.
Trotz der enormen Brandlast durch die gelagerten Abfallmengen konnte ein größeres Schadensausmaß verhindert werden. Das entschlossene Handeln der Mitarbeiter trug maßgeblich dazu bei, dass sich der Brandherd beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte auf einen kleinen Bereich beschränkt hatte.
Förderband aufgeschnitten
Um das Feuer endgültig zu löschen, musste ein Atemschutztrupp das Förderbande mittels Trennschleifer öffnen. Erst durch diesen Zugang konnte das Innere des Bandes effektiv abgelöscht werden, was rasch zum gewünschten Erfolg führte.
Aufgrund der speziellen Bauart des gesamten Förderkanals und der darin befindlichen Materialablagerungen entschied die Einsatzleitung, das System abschließend mit Löschwasser zu fluten. So wurde sichergestellt, dass auch versteckte Glutnester vollständig eliminiert wurden.
Für die logistische Unterstützung wurde der Technische Zug mit dem Atemschutzfahrzeug nachalarmiert, um die verbrauchten Atemluftflaschen noch vor Ort wieder aufzufüllen. Neben der Feuerwehr waren zudem das Rote Kreuz mit zwei Fahrzeugen sowie die Polizei im Einsatz.
Die Freiwillige Feuerwehr Steyr spricht den Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes ein großes Lob aus. Ihr Verhalten – von der korrekten Alarmierung über die ersten Löschversuche bis hin zur präzisen Einweisung der Einsatzkräfte – war in jeder Phase vorbildlich und hat Schlimmeres verhindert.


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