Mordverdacht in Garsten: Lebenslanger Häftling im Fokus der Ermittlungen
GARSTEN. Im Forensisch-Therapeutischen Zentrum Garsten wurde am Montag (14. September) ein 40-jähriger Insasse tot aufgefunden, woraufhin die Staatsanwaltschaft Steyr Ermittlungen wegen Mordverdachts gegen einen Mithäftling aufgenommen hat.

Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Oberösterreich übernommen, während die Staatsanwaltschaft Steyr nun den konkreten Verdacht auf Mord prüft.
Laut ORF fällt der dringende Tatverdacht auf einen 63-jährigen Mitinsassen. Dieser verbüßt bereits eine lebenslange Freiheitsstrafe aufgrund eines Doppelmordes.
Im Jahr 2017 hatte er in Linz-Urfahr ein Ehepaar getötet und anschließend Brand in deren Wohnhaus gelegt. Seit dieser Zeit befindet er sich im Maßnahmenvollzug.
Sowohl das Opfer als auch der Beschuldigte waren im FTZ Garsten untergebracht. In dieser Einrichtung werden neben dem Strafvollzug auch spezifische therapeutische Maßnahmen durchgeführt.
Über den genauen Ablauf der Tat sowie mögliche Tatwerkzeuge liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor; dies ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass nach Abschluss der Ermittlungen weitere Details veröffentlicht werden sollen. Das Justizministerium sicherte eine umfassende Aufklärung des Vorfalls zu, wobei auch interne Abläufe genau geprüft werden.
Gleichzeitig meldete sich die Volksanwältin Gabriela Schwarz zu Wort und übte Kritik an den Zuständen. Sie verwies auf „Defizite in der medizinischen und speziell psychiatrischen Betreuung innerhalb des FTZ Garsten“. Besonders bemängelte sie, dass psychiatrisches Fachpersonal nicht durchgehend anwesend sei. Die Volksanwaltschaft fordere „bereits seit mehreren Jahren“ Verbesserungen bei der Personalausstattung in den Forensisch-Therapeutischen Zentren.








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