1.000 bei Steyrer Literaturtagen
STEYR. Witterungsbedingt ging die großartige Begegnung mit der heimischen Literaturszene auch heuer zur Gänze im Museum Arbeitswelt über die Bühne.

Als eines der ersten Festivals nach dem Kultur-Lockdown haben die Literaturtage Steyr gezeigt, dass Kultur in sicherem Rahmen möglich ist: Über 1.000 Besucher lauschten dem vielfältigen Programm zeitgenössischer Literatur.
„Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, so Intendantin Karin Fleischanderl erfreut. „Der Wunsch nach einem gemeinsamen Kulturerlebnis hat sich im regen Interesse an allen Lesungen geäußert. Der voll besetzte Saal war der beste Beweis, dass das Bedürfnis nach analogen Begegnungen hoch ist.“
Die angekündigte Renate Welsh musste kurzfristig absagen, eröffnet wurden die Literaturtage von Teresa Präauer: „Es ist die Rückkehr an einen Sehnsuchtsort: Zelebrieren Sie’s mit mir!“. Im Anschluss gab Stefanie Sargnagel Einblicke in ihre vom „Tschick- und Bierkommunismus“ geprägten Jugendjahre in Wien.
Am Samstagvormittag war der Berliner Schriftsteller Andreas Stichmann zu erleben, der im Rahmen der Landesausstellung erster Steyrer Stadtschreiber ist. Danach folgte Unveröffentlichtes und teils im Vorjahr Veröffentlichtes. Dabei: die japanisch-österreichische Schriftstellerin Milena Michiko Flašar, Lydia Mischkulnig, Barbara Frischmuth und Franzobel.
Mit einer Matinee am Sonntag fand das Festival seinen poetisch-musikalischen Schlussakkord: Die Strottern ließen das Wienerlied in eigener Spielweise hochleben.


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