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REGION STEYR. 1467 Einsätze, 190.000 gefahrene Kilometer – das ist die Bilanz der Tierrettung Steyr für das Jahr 2014. 24 Stunden einsatzbereit ist das kleine Freiwilligen-Team rund um Obmann Gerhard Wagner. Unterstützung wird dringend gebraucht.

  1 / 2   „Im Durchschnitt bewältigt die Tierrettung Steyr 20 Einsätze pro Tag“, sagt Obmann Gerhard Wagner. Er ist seit über 15 Jahren für Vierbeiner in Not unterwegs.
„Wieviel es für uns zu tun gibt, sieht eigentlich kaum jemand“, erklärt der Steyrer Gerhard Wagner, der bereits seit 15 Jahren in der Rettung von Tieren engagiert ist. Derzeit sind die Aussichten für seinen Verein nicht gerade rosig. Die Einsätze werden immer mehr, das Geld und die Zeit der Menschen, die mithelfen wollen, immer weniger. „Einige Aktive mussten von Berufs wegen ihr Engagement reduzieren“, erzählt Wagner, der zu vielen Einsätzen alleine fährt. Idealerweise ist man zu zweit.Alle Arten von Notfällen Zu den Aufgaben der Tierrettung gehört es etwa, herrenlos aufgefundene Tiere abzuholen. „Wir versuchen den Besitzer zu finden. Klappt das nicht, bringen wir das Tier ins Tierheim.“ Aber auch von amtstierärztlicher Stelle gehen Anrufe ein, zum Beispiel bei Delogierungen. Zudem nimmt sich die Tierrettung um Wildtiere an, die in Verkehrsunfälle verwickelt sind, sie gibt rechtliche Auskünfte, sie hilft aus, wenn Haustiere von Spitalspatienten unversorgt bleiben würden, unterstützt bei Tiersuchen, bei Katastrophen wie Hochwasser und bewältigt verschiedenste andere Notfälle. „Wir haben schon einen Hund mit Herzschwäche vom Traunstein getragen“, so Wagner. Alarmierungen kommen vielfach von der Polizei, aber auch von Menschen, die die Telefonnummer vom Tierheim erfahren haben oder im Internet fündig wurden. Mit der Linzer Tierrettung besteht eine enge Zusammenarbeit. Einsätze fährt das Steyrer Team – derzeit sind vier Helfer nach ihren zeitlichen Möglichkeiten unterwegs – in ganz OÖ sowie Amstetten. Das gibt satte Kilometerstände: „Wenn wir z.B. am Attersee verletzte Schwäne retten, müssen wir sie dort auch wieder aussetzen. Unser derzeitiges Auto habe ich seit Juni und es sind schon wieder 80.000 Kilometer draufgekommen“, deutet Wagner auf das größte Problem des Vereins hin, für das er sich selbst Hilfe erhofft. „Für die Tierfindlingsfahrten und die Krankentransporte bekommen wir schon die Unkosten ersetzt. Vereinzelt gibt es kleine Spenden, aber es reicht hinten und vorne nicht.“ Die Beiträge von unterstützenden Mitgliedern sind seit der Gründung des Vereines 2010 stark gesunken. Für das aktuelle Auto trägt Wagner privat die Kosten. Aber auch die Materialien zur Versorgung verletzter Tiere, Desinfektionsmittel für das Auto und eine kleine Entschädigung für die Fahrten der Freiwilligen sollen bezahlt werden. Rund 35 soziale Fälle unterstützt die Tierrettung mit Futtermitteln, wofür es zum Glück Spenden von Firmen gibt. Erst kürzlich hat Wagner im Terrarium ausgesetzte Fettschwanzmäuse in Unterhimmel vor dem Erfrieren gerettet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Zu tun gibt es viel, aber das hält jung“, lächelt der 57-jährige Beamte außer Dienst. Das Herrchen von Wildkatze Muck musste auch schon riskante Einsätze meistern, etwa die Abholung von zwei aggressiven Wolfshunden aus der Wohnung eines Komapatienten. Dank seiner langjährigen Erfahrung und seiner umfassenden Ausbildung ging die Sache aber gut aus. Wer bei der Tierrettung Steyr (Vereinssitz in Münichholz) aktiv oder als Fördermitglied helfen will, bekommt Auskunft unter Tel. 0676/3618433; tierrettung-ratoe.npage.at   Notruf: Tel. 0664/6382741   Spendenkonto:Raiffeisenbank MünichholzIBAN: AT46 3454 3000 0024 4657BIC: RZOOAT2L543

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