Steyrer Trinkwasser: Plan für Ende der Chlorung fixiert
STEYR. Ende August war im Steyrer Trinkwasser eine Keimbelastung aufgetreten, das Leitungswasser musste mit Chlor versetzt werden. Nun kommt es noch einmal zu einem Abkochgebot.

Nach einer Reihe von Tests und Untersuchungen konnten die Stadtbetriebe Steyr gemeinsam mit der Linz AG einen Plan für die Beendigung der Chlorung ausarbeiten. Dieser Plan wurde mit der Trinkwasseraufsicht des Landes OÖ abgestimmt.
Kurzes Abkochgebot für Teilbereich
Der erste Schritt für den Ausstieg aus der Trinkwasserbehandlung erfolgt nun ab 14. Dezember. Dabei wird im Bereich Gründberg, Steinfeldstraße und Kegelpriel die Chlorung ausgesetzt. Ab dieser Zeit wird hier dem Wasser ein Mittel zugesetzt, mit dem das Chlor gebunden und somit seine Wirksamkeit verliert. Durch Schieberumstellungen kann dieser Vorgang auf das kleine Gebiet beschränkt werden.
Da das Wasser dann nicht mehr vor einer denkbar möglichen Neuverkeimung geschützt ist, gilt für besagten Bereich von 14. bis einschließlich 20. Dezember ein Abkochgebot. Betroffen sind 276 Objekte in Gründberg, Steinfeldstraße und Kegelpriel (siehe Karte). Eine direkte Information der betroffenen Haushalte erfolgt ab 7. Dezember mittels Flugblatt. Mit 21. Dezember ist das Abkochgebot wieder aufgehoben.
Beprobungen
Während dieser Zeit werden drei Beprobungsreihen durchgeführt, um festzustellen, ob es zu einer Neuverkeimung gekommen ist. Wenn die Beprobungen erwartungsgemäß keine Keimbelastung ausweisen, können die weiteren Schritte für ein Ende der Chlorung in Angriff genommen werden.
Ende der Chlorung im Jänner möglich
Kurz vor Weihnachten werden die Ergebnisse im Detail vorliegen. Die Stadtbetriebe Steyr werden dann in der Lage sein, die Steyrer Bevölkerung über das Ergebnis zu informieren und einen konkreten Ausblick auf den Zeitpunkt des Ausstieges aus der Chlorung zu geben. Kann zu Jahresbeginn die Chlorung beendet werden, stünde den Steyrern wieder das Leitungswasser in der gewohnten Qualität zur Verfügung. „Ich bedanke mich für die Geduld der Bevölkerung. Die Sicherheit war immer unser größtes Anliegen“, betont Stadtbetriebe-Geschäftsführer Peter Hochgatterer.
Tests zufriedenstellend
Die Restchlormessungen im gesamten Trinkwassernetz zeigen einen erfreulich stabilen Zustand. Auch die weiteren Überprüfungen bei Fremdleitungen haben zu keinen Beanstandungen geführt.


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