Abschied vom Verbrenner kommt

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Dekan Heimo Losbichler (Foto: FH OÖ)
Angelika Mitterhauser Angelika Mitterhauser, Tips Redaktion, 21.04.2021 08:33 Uhr

STEYR. Bei der 27. Ausgabe der digitalen Reihe „BBA im Gespräch“ sprach Dekan Heimo Losbichler von der Fachhochschul-Fakultät Steyr über „Digitalisierung und Zukunft der Automobilindustrie“.

Der Verein BBA Forum vergibt im Rahmen eines regelmäßigen Unternehmenswettbewerbes den „Best Business Award für nachhaltigen Unternehmenserfolg“. In Losbichlers Vortrag ging es vor allem um die Entwicklungen und gegenwärtigen Herausforderungen auf dem Automobil-Sektor, der für viele vor den größten Umwälzungen seiner Geschichte steht.

E-Mobilität

Losbichler sieht tatsächlich spannende Zeiten auf uns zukommen und ein noch offenes Spiel bei der Neuaufstellung der künftig dominierenden Akteure: seien es die klassischen Automobil-Hersteller, neuere Hersteller wie Tesla oder Anbieter aus völlig anderen Branchen wie Apple, Google/Waymo, Sony, Uber etc. Die klassischen Hersteller haben jedenfalls Großes in Sachen E-Mobilität vor. „Bis 2030 sollen beispielsweise 50 Prozent der verkauften BMWs elektrisch betrieben sein“, gibt Losbichler ein Beispiel der am Kapitalmarkt kommunizierten Ziele. VW sei noch deutlich offensiver: „Bis 2029 will man 26 Mio. E-Autos und sechs Mio. Hybrid-Fahrzeuge verkaufen und 75 reine E-Modelle auf den Markt bringen.“

Aus für Verbrenner

Der Abschied vom Verbrenner kommt also definitiv, ist Losbichler sicher, wobei er den von Frankreich jüngst verlautbarten Ausstieg bis 2040 für am realistischsten hält. Wesentliche Hausaufgaben verortet Losbichler dafür speziell im Bereich E-Infrastruktur: „Am längsten dauern wird der flächendeckende Aufbau des Service-Netzes von Ladestationen“, so der FH-Dekan.

Vernetztes Auto

Viel Raum für Innovation lasse beim Auto der Zukunft aber insbesondere die Digitalisierung – Stichwort Vernetzung. Losbichler zeichnet etwa Szenarien, wo ein aufgehender Airbag künftig andere Fahrzeuge warnen könnte, dass ein Unfall passiert ist. Sollte es einmal zuverlässig funktionieren, könnten durch autonomes Fahren die Kinder vom Auto in die Schule gebracht werden, Menschen mit Beeinträchtigung besser am Gesellschaftsleben teilnehmen und vielleicht sogar das Schuhgeschäft bis zur Haustür kommen. „Der Durchschnittsmensch in Europa und den USA verbringt 4,3 Jahre im Auto. Das autonome Fahren würde hier viel bewirken.“ Auch das Sharing (Teilen) dürfte bei der Mobilität künftig bedeutsamer werden. In Bedrängnis kommen könnten damit freilich Berufe und Gewerbe wie Taxiunternehmen, Fahrschulen, Bus-/Lkw-Fahrer etc.

Kooperationen

Eine wichtige Frage ist für Losbichler, inwiefern die klassischen Hersteller für all diese Herausforderungen zu mehr Zusammenarbeit gezwungen sind. „Seit 2014 wurden laut Studie über 200 Kooperationsversuche gestartet“, so Losbichler. Auf die Frage, ob sich Tesla als Vorreiter in Sachen E-Mobilität halten wird, meint Losbichler: „Wenn man sich die deutsche Automobil-Industrie ansieht, wie viele neue E-Modelle auf den Markt kommen, wird Tesla einmal ein normales Auto sein wie viele andere. Was Tesla aktuell geschickt macht, sind die Funktions-Updates. Aber auf Dauer wird die deutsche Automobilindustrie die Nase vorne haben.“

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