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ST. ULRICH BEI STEYR. Bürgermeisterin Annemarie Wolfsjäger im Gespräch über Entwicklungen und aktuelle Themen in der Gemeinde und was das Leben in St. Ulrich und Kleinraming besonders macht.

 (Foto: privat)
(Foto: privat)

Tips: In der Gemeinde sind in den letzten Jahren viele Projekte umgesetzt worden.

Annemarie Wolfsjäger: Wir haben in den letzten Jahren die Infrastruktur für die Feuerwehren erneuert. In Kleinraming und St. Ulrich wurden die Feuerwehrhäuser erneuert, das Feuerwehrhaus in St. Ulrich bietet zusätzlich den Vereinssitz für den Fotoklub. In Sachen Verkehrssicherheit wurden der Kreisverkehr an der Eisenbundesstraße und der Gehweg Rohrhofer errichtet. In den letzten Wochen wurde außerdem der Lückenschluss des Gehweges vom Ortszentrum in St. Ulrich zu den Sportanlagen fertiggestellt. Mit dem sanierten Gemeindehaus haben wir die Möglichkeit geschaffen, ein modernes, bürgernahes Service anzubieten. Die Geschäftsstelle des Bezirksabfallverbandes ist seit einigen Jahren im Gemeindeamt untergebracht.

Ganz aktuell ist etwa die Mittelschule Ramingtal eingerüstet.

Wolfsjäger: Sie wird saniert. Fünf Gemeinden aus zwei Bundesländern treten dabei als Schulerhalter auf. Den oberösterreichischen Finanzierungsanteil teilen sich die Gemeinden St. Ulrich und Maria Neustift.

Welche Themen beschäftigen die Gemeinde derzeit noch?

Wolfsjäger: Derzeit wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Damit wird Energie eingespart, nachtaktive Tiere werden geschützt. Für die Erweiterung der Kleinkinderbetreuung planen wir zudem gerade einen Zubau im Kindergarten St. Ulrich. Die Errichtung einer Stockschützenhalle mit dem USSV ist bereits auf Schiene. Im Herbst können die Bauarbeiten beginnen. Zusätzlich wird bei den Sportanlagen ein Generationenspielplatz errichtet, er soll Jung und Alt Gelegenheit bieten, sich gemeinsam spielerisch zu beschäftigen. Für die Errichtung eines Radweges als Lückenschluss zwischen Behamberg und Kleinraming gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie des Landes. Dieser Radweg soll zur Sicherheit auf der stark befahrenen Ramingtalstraße beitragen und den Alltagsverkehr mit dem Rad attraktiver machen.

Stichwort Nahversorger.

Wolfsjäger: Dem Wunsch nach Nahversorgung konnte mit der Schaffung des Bauernmarktes „Ulli“ nachgekommen werden. Mit regionalen Anbietern in Kombination mit Gastronomen aus der Gemeinde ist der Ulli zugleich Einkaufsmöglichkeit und Treffpunkt für den Austausch.

Welche Herausforderungen kommen künftig auf die Gemeinde zu?

Wolfsjäger: Die Zukunft bringt für die Gemeinden große Herausforderungen, etwa im Bereich der Digitalisierung, der Altersversorgung, der Ressourcenschonung und der Raumplanung. Beschäftigen werden uns der Ausbau des Breitbandnetzes, ein attraktives Nahverkehrsangebot oder die Erschließung weiterer Wasserreserven. Zusätzlich wird das örtliche Entwicklungskonzept überarbeitet. Kooperationen mit den Nachbargemeinden sollen weiter ausgebaut werden. Damit realisieren wir mögliche Einsparungspotentiale ohne Einschnitte für die Bürger.

Was ist für Sie an St. Ulrich und Kleinraming besonders?

Wolfsjäger: Unsere Gemeinde ist geprägt von einer ausgedehnten Naturlandschaft mit städtischer Infrastruktur in unmittelbarer Nähe. Es bieten sich viele Möglichkeiten zur Erholung – nicht nur rund um den Damberg. Das ausgeprägte Vereinsleben in beiden Ortsteilen macht unser Gemeindeleben abwechslungsreich. Als Friedensgemeinde legen wir großen Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander.


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