Bürgermeister: "Alle arbeiten zusammen"
HAIDERSHOFEN. Tips im Gespräch mit Bürgermeister Manfred Schimpl (VP)

Tips: Herr Bürgermeister, wie ist Haidershofen bisher durch die Krise gekommen?
Manfred Schimpl: Wir hatten Probleme und große Herausforderungen zu meistern wie alle anderen Gemeinden auch. Alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen sowie diverse Körperschaften und Vereine haben für die Bewältigung überaus konstruktiv zusammengearbeitet.
Tips: Welche baulichen Projekte beschäftigten die Gemeinde zuletzt, was steht als Nächstes an?
Schimpl: Im letzten Jahr wurde die Erweiterung der Volksschule Haidershofen fertiggestellt, seit etwas mehr als einem Jahr fordert uns gemeinsam mit der Gemeinde Behamberg der Neubau des Sportplatzes für den ASV Raika Behamberg Haidershofen, der im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden soll und sicherlich ein Generationenprojekt ist. Derzeit wird in Haidershofen ein neuer dreigruppiger Kindergarten errichtet, der 2022/23 in Betrieb gehen wird. Ein Projekt, das sich derzeit auf konstruktiver Schiene befindet, ist der Neubau eines Nahversorgers im Ortsteil Dorf an der Enns.
Tips: Grünflächenverbau ist heute vieldiskutiert. Wie geht die Gemeinde mit diesem Thema um?
Schimpl: Haidershofen widmet bereits seit fast zwei Jahrzehnten nur mehr Grundstücke mit Bauverpflichtung, sodass keine Leerstände neu gewidmeter Parzellen mehr erfolgen können. In einer der letzten Gemeinderatssitzungen wurde auch für bereits davor gewidmete Parzellen die Vorschreibung einer Vorauszahlung für die Aufschließungskosten beschlossen, um eine Mobilisierung dieser Parzellen zu erreichen.
Tips: Sie sind nächstes Jahr zwei Jahrzehnte als Bürgermeister im Amt, gehen dann in Pension. Wer übernimmt?
Schimpl: Es ist richtig, dass ich nächstes Jahr sowohl als Mitarbeiter der Gemeinde als auch als Bürgermeister in Pension gehen werde. Ich darf dann auf mehr als 32 Jahre als Gemeinderat und 20 Jahre als Bürgermeister zurückblicken. Das Schöne ist, dass es einen hochqualifizierten Nachfolger gibt, der beide Funktionen übernehmen wird. Man muss mich aber verstehen, dass die offizielle Entscheidung des Gemeinderates erst erfolgt und erst dann Namen genannt werden können.
Tips: Wird es bei Ihnen ein Ruhe- oder eher ein Unruhestand?
Schimpl: Ich kann Ihnen versichern, dass es in jedem Fall ein gemütlicher Ruhestand werden wird. Ich freue mich darauf, mehr Zeit mit meiner Gattin und den in unmittelbarer Nähe wohnenden Enkerln verbringen zu können. Da ich immer gerne Vereinen angehört habe, möchte ich mich verstärkt auch in dem einen oder anderen einbringen.
Tips: Was sind die größten Herausforderungen der Zukunft der Gemeinde?
Schimpl: Noch kann niemand definitiv sagen, wie sich Corona weiter entwickelt und auf die Finanzierung aller politischen Ebenen auswirkt. Ich bin aber zuversichtlich, dass Haidershofen aufgrund der guten Zusammenarbeit aller Fraktionen in den letzten Jahren und aufgrund der doch intensiven Reduzierung des Schuldenstandes einer positiven Zukunft entgegengeht. Besonders freut mich, dass wir eine äußerst positive Entwicklung der Bevölkerungsstruktur haben, immer mehr Kinder in unseren Tagesbetreuungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen betreuen dürfen und somit eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde absehbar ist.


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