Leserbrief über Umweltsünde in Steyr
STEYR. Nikola Rohacs musste bei einem Spaziergang an der Enns eine erschreckende Entdeckung machen.

Bei einem Spaziergang durch den Auwald an der Enns im Ortsteil Schlüsselhof musste ich eine erschreckende Entdeckung machen: Jemand hatte auf einer Fläche von ca. drei Quadratmetern Hunderte von Zigarettenstummeln am Waldboden verteilt. Zwanzig Meter davon entfernt steht eine Mülltonne, die vor einigen Jahren vom Magistrat aufgestellt worden war. Die Art und Weise, wie die Stummeln da lagen, zeigte für mich eindeutig, dass diese Entsorgung vorsätzlich war - jemand muss einen übervollen Aschenbecher hier ganz bewusst entleert haben. Ich bin fassungslos ob dieser rücksichts- und hirnlosen Aktion.
Schon ein einziger Zigarettenstummel kann bis zu vierzig Liter Grundwasser vergiften, der Filter ist nicht biologisch abbaubar! Auch für Tiere stellen die Giftstoffe eine große Gefahr dar! Nicht auszudenken, was hunderte Zigarettenstummel an einem Ort anrichten!
Abgesehen von dieser grausigen Entdeckung liegt generell in diesem Bereich entlang des Ennsstrandes viel Müll herum: Getränkedosen, Plastikflaschen, Hundekotsackerl, obwohl die Mülltonnen gut sicht- und erreichbar aufgestellt sind. Viele nützen dieses Naherholungsgebiet in den Sommermonaten, aber wenn jeder seinen Müll dort liegen lässt ist es bald vorbei mit der Erholung!
Ich appelliere an alle, die sich gerne im Freien aufhalten, Zigarettenstummel und anderen Müll nicht in der Natur zu entsorgen - benutzt die Mülltonnen, nehmt euren Müll mit nach Hause und entsorgt ihn dort! Und wer ein gutes Werk für Mutter Erde und den Erhalt von Naherholungsgebieten tun will, nimmt beim nächsten Spaziergang ein Müllsackerl mit und sammelt auf, was nicht in die Natur gehört - auch abseits der Aktion Steyr putzt kann man sich hier nützlich machen!
von Nikola Rohacs, Steyr


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden