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DIETACH. Der 1930 in Aschach/Steyr geborene Josef Gföllner ist seit 60 Jahren in der Pfarre Dietach aktiv. Dieses Jubiläum wird am 11. Februar gefeiert.

Josef Gföllner wird am 2. März 92 Jahre alt. (Foto: privat)
  1 / 2   Josef Gföllner wird am 2. März 92 Jahre alt. (Foto: privat)

Als er am 11. Februar 1962 als Pfarrer von Dietach installiert wurde und gemeinsam mit seiner Schwester Maria in die damals kleine Landgemeinde zog, hätte wohl niemand gedacht, was für eine erfolgreiche Zeit vor dem jungen, stattlichen Pfarrer Josef Gföllner liegt. Sein Vorgänger übergab ihm die Pfarrgemeinde mit den Worten: „Es ist alles neu und gut gerichtet.“ 60 Jahre später kann der im Jahr 1930 in Aschach geborene Altpfarrer feststellen, dass kein Stein auf dem anderen blieb.

VW Golf ging an Museum

Jedes Gebäude der Pfarre wurde in der Zwischenzeit zumindest einmal erneuert. Den Neubau des Pfarrzentrums und der Aufbahrungshalle erlebte Gföllner sogar schon zweimal. Kontinuität bewies er bei seinen Fahrzeugen: Nur zwei Volkswagen – einen Käfer und einen Golf – benötigte er, um durch das gesamte bisherige Leben zu kommen. Seinen Golf verkaufte er kürzlich an das Museum und genießt es nun, sich auch einmal chauffieren zu lassen. Über all die 60 Jahre blieb, dass Josef Gföllner bis zum heutigen Tag täglich den Gottesdienst feiert. Die Tage eines Krankenstandes lassen sich beinahe an zehn Fingern abzählen und mehr als drei Wochen Urlaub vergönnte er sich in keinem Jahr.

Freude an der Musik

Flexibilität wurde Josef Gföllner sein ganzes berufliches Leben lang abverlangt. Aufgewachsen im vorkonziliaren Kirchenbild, setzte er mit großem Engagement die Neuerungen des Konzils um. Bis heute ist er ein treuer Verbündeter in den strukturellen Entwicklungsschritten der Kirche. Ein neues Lied mit der Gemeinde einzulernen, war immer eine Freude für ihn. Sein Credo: Veränderungen bedenken, annehmen und im Rahmen des Möglichen unterstützen. So hat er auch den Wandel, hin zur gemeinschaftlichen Pfarrleitung, in den letzten Jahren aus voller Überzeugung mitgetragen. In seinen Predigten betont er immer wieder, wie notwendig und sinnvoll es ist, dass Laien die Leitung von Wortgottesfeiern, aber auch die Leitung der gesamten Pfarrgemeinde übernehmen.

Tägliche Spazierrunde

Seine täglichen liturgischen Dienste und sein noch umfangreiches Wissen über Aktuelles und Vergangenes in der Pfarre Dietach sind ein wertvoller Schatz. In seiner konsequenten Selbstdisziplin richtet er seinen Blick immer in die Zukunft. Zeit zum Nachdenken findet er nicht nur im Gebet, sondern auch in einer täglichen Spazierrunde, die er bis zum heutigen Tag beibehalten hat.<


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