Weltraummission: Schüler greifen nach den Sternen
STEYR. Welches Kind träumt nicht davon, die unendlichen Weiten des Weltalls zu erforschen? Schüler der Klassen 6b und 6c des Gymnasiums Werndlpark schreiten zur Tat.

Mit einem selbst entwickelten Satellit gehen sechs Steyrer Gymnasiasten als Team „WerndlExplorer“ beim fünften österreichischen CanSat-Wettbewerb an den Start. Dieser wird von der European Space Agency zusammen mit der TU Wien und dem Ars Electronica Linz von 20. bis 23. April am Flugfeld in Suben veranstaltet.
Einziges OÖ-Team
Die 15-jährige Pandora Spindler entdeckte das CanSat-Projekt im Internet. Teilnehmer ab 14 Jahren bauen einen eigenen Satelliten (Sat) in der Größe einer Getränkedose (Can) und durchlaufen dabei alle Phasen eines realen Weltraumprojektes – von der Missionsauswahl über das Design des CanSats, die Integration der technischen Komponenten, die Testläufe und den Launch des Minisatelliten bis hin zur Analyse der gewonnenen Daten. Ganz nebenbei werden Teamarbeit und interdisziplinäres Denken trainiert. Zusätzlich zur von der ESA vorgegebenen Primärmission (Messung von Luftdruck und Temperatur im Verlauf des Fluges in Echtzeit) müssen die Teams eine Sekundärmission entwickeln. Derzeit tüfteln die Steyrer an einer Alternative zum eingebauten GPS und an einem Fallschirm.
Der fertige WerndlExplorer wird von einer Rakete der TU Wien in 500 Meter Höhe befördert und ausgeworfen.
Nachhaltigkeit ist Anliegen
Pandora Spindler, Maja Buchegger, Julia Aschaber, Lena Minderock, Loreta Rugova und Julian Beneder werden beim Projekt – das sie komplett in der Freizeit umsetzen – von Physikprofessor Dieter Seher unterstützt. Sponsor ist das Ingenieurbüro Aschaber, Profactor hilft beim 3D-Druck. Wichtig ist den Schülern das Thema Nachhaltigkeit. Pandora erklärt: „Gerade in der Technik wird vieles in Billiglohnländern produziert, Rohstoffe werden verbraucht. Wir nutzen für unser Projekt Materialien wie Sperrholz und alte Aluleisten, die daheim herumliegen. Die Platinen bauen wird selbst, wenngleich das viel mehr Aufwand bedeutet. Wir wollen einen Denkanstoß liefern, dass auch in der Technik Fairness wichtig ist.“
Mit einem Like unterstützen
Übrigens fließt auch die Öffentlichkeitsarbeit in die Projektbewertung ein: Wer die Steyrer Schüler unterstützen will, kann das mit einem Like auf Instagram @werndlexplorer2022.


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