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LINZ/STEYR. Beim Hermann-Langbein-Symposium in der Arbeiterkammer in Linz beteiligten sich fünf Schulen mit berührenden Beiträgen, darunter die 4AKM der HLW Steyr.

  1 / 3   Theaterszene der 4AKM der HLW Steyr (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart .)

Mehr als 300 Schüler und Lehrer folgten der Einladung der Arbeiterkammer Oberösterreich zum zwölften Hermann-Langbein-Symposium. Gebannt und mitunter emotional bewegt hörten sie der 91-jährigen Zeitzeugin Anna Hackl aus Schwertberg zu, die von der grausamen „Hasenjagd“ im Mühlviertel und über die angsterfüllten Monate berichtete, in denen ihre Familie zwei russische KZ-Geflohene in ihrem Haus versteckte.

Fünf Schulen beteiligten sich aktiv mit berührenden Beiträgen, in denen sie sich kritisch mit dem Nationalsozialismus und der Frage auseinandersetzten, was jeder Einzelne beitragen kann, um gefährlichen politischen Strömungen entgegenzutreten. Der einhellige Tenor: Nicht wegschauen, wenn Unrecht passiert.

Fünf Theaterszenen

Die 4AKM der HLW Steyr wählte in ihrem Beitrag eine kreative Kunstform. In fünf Theaterszenen, in denen sie stumm und ausschließlich mit Schildern auf die Bühne traten, behandelten sie (zum Teil in Zeitsprüngen) die Themen Unterdrückung der Frauen in der Gesellschaft, Entgleisungen und fragwürdige Entscheidungen von österreichischen Politikern im Fernsehen, Freiheitsberaubung und die Frage nach demokratischem Handeln. Einen ganzen Monat hatte die Klasse daran gearbeitet.

Sichtlich berührt von den Beiträgen der Schüler war die Zeitzeugin Anna Hackl. „Es war eine schlimme Zeit und ich wünsche euch, dass ihr so etwas nie erlebt. Seid wachsam und vorsichtig“, so die 91-Jährige.

 

Das jährlich stattfindende Symposium ist nach dem Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebenden Hermann Langbein (1912-1995) benannt. 1980 wurde das Symposium von Langbein selbst gegründet. Mittlerweile besteht das Hermann-Langbein-Symposium länger als alle anderen Veranstaltungen der Lehrerfortbildung in Österreich. In der AK Linz findet es seit 2012 statt.

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