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LOSENSTEIN. 1982 machten sich Dagmar und Werner Reisinger mit ihrem Friseurgeschäft selbstständig. 42 Jahre später ist Schluss.

Dagmar und Werner Reisinger waren 50 Jahre im Friseurgeschäft tätig und werden nun den Ruhestand genießen. (Foto: privat)

Bei Friseur-Weltmeister Rudi Meidl in Steyr lernte der Losensteiner Werner Reisinger nicht nur sein berufliches Handwerk, sondern traf mit Dagmar auch die Frau seines Lebens. „Wir haben dort beide unsere Lehre gemacht“, erzählt der heute 65-Jährige, der schon in jungen Jahren Friseur-Staatsmeister wurde. Gemeinsam mit seiner ein Jahr jüngeren Frau folgte früh der Schritt in die Selbstständigkeit. Der in Werner Reisingers Elternhaus eingemietete Friseur ging in Pension und hatte keinen Nachfolger. „Wir haben das dann neu gestartet und waren gleich recht erfolgreich“, erinnert sich Reisinger.

Salon in Weyer

Nur zwei Jahre später wurde ein Salon in Weyer übernommen, 2006 kam ein dritter Standort in Ternberg dazu. Das Geschäft in Weyer wurde bis 2021 betrieben. Dagmar Reisinger leitete hauptsächlich die Geschäfte, weil Werner über zwei Jahrzehnte auch bei einer international tätigen Haarkosmetik-Firma im In- und Ausland tätig war.

Stolz auf die Töchter

Das Ehepaar hat einen Sohn und zwei Töchter. Melanie und Stefanie begeisterten sich früh für den Job der Eltern und halfen fleißig mit. Die beiden führen den Salon in Ternberg, der vor fünf Jahren in ein neues Haus übersiedelte und haben dort mehrere Angestellte. „Unsere Töchter lassen unsere Ideen weiterleben, wir sind sehr stolz auf sie“, sagen Dagmar und Werner Reisinger. Das Stammhaus im Losensteiner Ortszentrum wurde Ende Mai mit einer Feier mit 150 Gästen geschlossen und wird vorerst nicht weiterbetrieben. „Unsere Enkerl sind sehr ambitioniert, vielleicht geht es in ein paar Jahren wieder weiter“, sagt Werner Reisinger. Er und seine Frau sahen sich als Nahversorger für die Schönheit. Wichtig war ihnen auch, Initiativen für das Ennstal zu setzen.

Ende für Gewerbetage

Werner Reisinger gründete mit 43 Unternehmern „Pro Losen-stein“, war in der Gewerberunde Weyer einige Jahre als Obmann aktiv und einer der Gründungsväter der Ennstaler Gewerbetage. Diese fanden alle zwei Jahre statt und lockten pro Veranstaltungswochenende bis zu 15.000 Besucher an. Eine Übergabe in jüngere Hände (konkret an den Lebensraum Ennstal) scheiterte, deshalb hat man den Verein der Gewerbetage aufgelöst.

Viel in den Bergen

Die vermehrte Freizeit im Ruhestand werden Dagmar und Werner Reisinger vorwiegend zu Hause genießen. „Wir sind sehr naturbezogen, gerne in den Bergen und fahren viel mit dem Fahrrad“, sagt Werner.


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