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STEYR. Erik (24) stürzte bei einem Skiausflug im Februar in Gastein schwer. Lange war ungewiss, wann und ob der Steyrer wieder auf eigenen Beinen stehen kann.

  1 / 3   Von links: Sportwissenschaftler Johannes Forster, Erik, Oberarzt Ralf Gerstmayr und die leitende Physiotherapeutin Andrea Hoflehner (Foto: OÖG/Dominik Derflinger)

Eine Kollision mit einem Stahlseil, unterhalb der Knie, hatte für den 24-Jährigen schwere Folgen. Die unglaublichen Schmerzen, die bereits unmittelbar nach dem Sturz einsetzten, ließen bei Erik von Anfang an keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Verletzung. Die Diagnose lautete gravierende Bänderverletzungen in beiden Kniegelenken. Ein Hubschrauber transportierte den jungen Skifahrer zunächst in das Klinikum Schwarzach, wo er erstversorgt wurde.

Da der junge Steyrer den Wunsch äußerte, zu Haus behandelt zu werden, erfolgte die erste Operation und stationäre Aufnahme im PEK Steyr. Das rechte Kniegelenk wurde erfolgreich operiert. Mit einer Woche Abstand konnte dann auch das linke Kniegelenk operiert werden. Beide Male nahm sich Oberarzt Ralf Gerstmayer um Eriks Verletzungen an. „Es waren aufwändige und langwierige Operationen, bei denen komplexe Bandrekonstruktionen erforderlich waren, wobei teilweise Fremdtransplantate genutzt werden mussten“, schildert der Unfallchirurg.

Am Weg der Besserung

Drei Wochen verbrachte Erik im Klinikum, wobei er von einer tollen Unterstützung durch das Team der Physikalischen Medizin und Rehabilitation spricht: „Täglich kümmerten sich Physiotherapeuten um mich. Sie zeigten mir Übungen, damit mir zum Beispiel die Füße nicht einschlafen.“ Schließlich brachte die Anleitung im Umgang mit einem Rollstuhl neugewonnene Mobilität mit sich. Auf diese Art der Fortbewegung beschränkte sich Erik noch zwei Monate nach seiner Entlassung aus dem PEK Steyr. 

Aktuell kommt der 24-Jährige zweimal wöchentlich zur Therapie ins Krankenhaus, wo ihn ein individuelles, genau auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Programm erwartet. Einzelphysiotherapie, Elektrotherapie, Unterwassertherapie und inzwischen auch medizinische Trainingstherapie, kombiniert mit konsequent durchgeführtem Trainingsprogramm zu Hause tragen maßgeblich zu seiner Genesung bei.

„Das Engagement vieler macht sich bei so einer schweren Verletzung bezahlt. Erik setzt alles daran, so bald wie möglich wieder gesund zu sein“, erklärt die leitende Physiotherapeutin Andrea Hoflehner. 

Ohne Hilfsmittel gehen

Die wochenlange Therapie hat sich bereits jetzt für den jungen Sportler ausgezahlt – er kann wieder ohne Hilfsmittel auf eigenen Beinen gehen. Ende August trat Erik eine Reha an, die den nächsten Schritt in seinem Heilungsprozess bildet.

Bei regelmäßigen Kontrollen kann sich Oberarzt Gerstmayer stets ein aktuelles Bild vom Gesundheitszustand seines Patienten machen. Der Unfallchirurg zeigt sich positiv überrascht von den guten Fortschritten: „Es ist erstaunlich, wie belastbar beide Kniegelenke bereits sind, angesichts der schwierigen Ausgangslage.“

Es zeichnet sich ab, dass Erik künftige wieder Sport machen kann, und zwar mit zwei stabilen Kniegelenken. So ein erfreulicher Verlauf ist nicht selbstverständlich und dessen ist sich auch der junge Mann bewusst: „Ich bin dankbar für die professionelle Betreuung von allen Bereichen. Es macht mich froh zu sehen wie gut der Heilungsprozess vorangeht und wie mobil ich schon wieder sein kann.“


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