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LOSENSTEIN. Der gebürtige Linzer Roland Bachleitner (85) wurde am 29. Juni 1965 zum Priester geweiht. Seinen Ruhestand verbringt der langjährige Stadtpfarrer von Steyr in Losenstein. Dort findet am 6. Juli um 10 Uhr ein Festgottesdienst zum diamantenen Priesterjubiläum statt.

Roland Bachleitner (Foto: privat)
Roland Bachleitner (Foto: privat)

Bachleitner wuchs in Perg auf, besuchte das Stiftsgymnasium in Schlierbach. Anschließend folgten Priesterseminar und Theologiestudium in Linz. „Als ich vor 60 Jahren meinen Dienst begann, war das Zweite Vatikanische Konzil noch im Gange. Es war eine wunderbare Aufbruchsstimmung in der Kirche. Manche eingeleitete Erneuerungen haben sich aber bis heute kaum ansatzweise erfüllt“, sagt der 85-Jährige.

Erste Station als Kaplan war Gaflenz, ehe es gleich nach Losenstein weiterging, wo Bachleitner von 1965 bis 1967 als Priester wirkte. „Wegen der Erkrankung von Pfarrer Rudolf Harringer bin ich gleich in die volle Seelsorgearbeit in allen ihren Dimensionen hineingeworfen worden. Meine spätere Verbindung mit dem Deutschen Orden begann hier durch die Begegnung mit Franz Grüner und seiner Familie. Viele Verbindungen mit Familien in Losenstein sind bis heute bestehen geblieben“, erzählt Bachleitner.

Nach Stationen in Weyer, Linz und Pucking wurde der Geistliche im Jahr 1986 Stadtpfarrer von Steyr und blieb 30 Jahre, ehe er 2016 seinen Ruhestand antrat und nach Losenstein zurückkehrte. Was Bachleitner Menschen rät, die sich mit der Kirche oder dem Glauben schwertun? „In der Kirche hat man mit Menschen zu tun wie du und ich. Wir sind noch weit entfernt, vollkommen zu sein. Man muss lernen, zu vergeben und zu verzeihen. Und wir müssen akzeptieren, dass Narben zurückbleiben. Wir bleiben Suchende“, so der 85-Jährige. „Ich denke, dass es manches Mal einfach genügt, dass der andere spürt: Da ist jemand, der für mich Verständnis hat. Im Letzten kann das eine Erfahrung der Gegenwart des Herrn sein.“


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