Natürliche Dunkelheit in der Eisenwurzen lässt Sternschnuppen strahlen
REGION STEYR-KIRCHDORF. Wenn im August die Perseiden über den Himmel ziehen, heißt es wieder: Augen nach oben! Rund um den 12. August können bei klarem Himmel bis zu 90 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein – vorausgesetzt, der Nachthimmel ist dunkel genug.

Im Naturnachtgebiet Eisenwurzen rund um den Nationalpark Kalkalpen sind dafür beste Voraussetzungen gegeben. Besonders gut lässt sich das Himmelsschauspiel bei einer Übernachtung auf der Ebenforstalm oder der Anlaufalm erleben.
„Die Perseidennächte zeigen, wie wertvoll ein natürlicher Nachthimmel ist. Ohne Dunkelheit würden viele Sternschnuppen einfach im Licht verschwinden“, sagt Antonia Zichy, Projektverantwortliche des Naturnachtgebiets Eisenwurzen im Nationalpark Kalkalpen.
Über drei Bundesländer (OÖ, NÖ, Stmk.) hinweg setzen sich Gemeinden und Projektpartner dafür ein, den natürlichen Nachthimmel zu bewahren und die Lichtverschmutzung zu reduzieren.
Davon profitieren nicht nur Sternenfans: Weniger künstliches Licht schafft bessere Lebensbedingungen für viele nachtaktive Tiere und Pflanzen, schützt den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus und spart gleichzeitig Energie sowie CO2 ein.
Jeder kann mithelfen
Zum Schutz der Nacht kann jeder einen Beitrag leisten. Oft genügt es schon, Außenbeleuchtungen nur dann einzuschalten, wenn sie wirklich gebraucht werden, unnötige Lichtquellen auszuschalten oder warmweißes Licht zu verwenden.
„Jedes ausgeschaltete Licht hilft dabei, unseren Nachthimmel zu erhalten. Die Perseiden erinnern uns daran, was wir gewinnen, wenn wir der Nacht wieder mehr Raum geben“, so Zichy.
Ein weiterer Anlass, sich bewusst mit der Dunkelheit auseinanderzusetzen, ist die Earth Night am 11. September. Der internationale Aktionstag macht darauf aufmerksam, wie einfach sich Lichtverschmutzung reduzieren lässt. Oft genügt schon ein Knopfdruck, um die Nacht wieder ein Stück natürlicher werden zu lassen.








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