World Ranger Day im Nationalpark Kalkalpen
REGION STEYR-KIRCHORF. Bei 39 Grad im Schatten bewiesen Ranger im Nationalpark Kalkalpen ihr Engagement für den Naturschutz.

Anlässlich des World Ranger Day am 31. Juli organisierte der Oö. Nationalpark Ranger Verband zum sechsten Mal einen Freiwilligeneinsatz. Heuer stand die Neophytenbekämpfung auf dem Programm.
Das Weiße Berufskraut (Erigeron annuus) zählt in Mitteleuropa zu den sich stark ausbreitenden, invasiven Arten. Es hat sich streckenweise auch im Nationalpark Kalkalpen entlang der Forstwege festgesetzt.
Damit diese ein- bis zweijährige krautige, 50 bis 100 Zentimeter hohe weiß-gelb blühende Pflanze nicht einheimische Arten verdrängt, entfernten die Ranger hunderte Pflanzen samt Wurzel. Auch wenn manchen Blumenliebhaber die Pflanze aufgrund ihrer auffälligen Blüten leidtat – schließlich wird ihr in der Volkskunde nachgesagt, sie schütze vor übler Nachrede („Berufung“) und bösen Geistern –, war man sich einig: Diese Aufgabe kann das Weiße Berufskraut auch anderswo erfüllen.
Gemeinsam anpacken
„Ich möchte, dass Arten, die nicht hierhergehören, sich hier nicht ausbreiten“, so Rangerin Maria. Sie schätzte wie viele andere, die bei der Aktion dabei waren, auch die fröhliche Gemeinschaft beim Arbeiten.
Die Organisatoren freuten sich, „dass richtig etwas weitergeht, wenn knapp 20 Leute gemeinsam anpacken.“ Das war der Fall: Ein Anhänger voll mit Berufskraut war das Ergebnis, das sich sehen lassen konnte.
„Es ist gut, dass an diesem Welt-Ranger-Tag immer wieder Arbeiten im Nationalpark geschehen, für die sonst einfach nicht die Zeit ist“, unterstreicht auch Ranger Robert den Wert der Aktion.
Zwei Ranger aus dem Nationalpark Donauauen nahmen ebenfalls an der Naturschutzaktion teil, „im Sinne der Zusammenarbeit aller Nationalparks in Österreich, die wir ohnehin fördern möchten“, so Manfred Rosenberger vom Nationalpark Donauauen. Auch er freute sich über die Gemeinschaft der Kollegen, die bei einer Jause von den Österreichischen Bundesforsten in der Großen Klause ihren Ausklang fand.








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