Verstärkung für Mobiles Palliativteam in der Region Steyr-Kirchdorf
REGION STEYR-KIRCHDORF. Schwerkranke Menschen mit lebensverkürzender Diagnose und ihre Angehörigen brauchen heute weit mehr als medizinische Versorgung. Neben pflegerischen Fragen beschäftigen sie oft auch soziale, rechtliche, psychosoziale und organisatorische Herausforderungen.

Deshalb erweitert die Caritas ihr Mobiles Palliativteam in Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf: Neben diplomierten Pflegekräften und Palliativmedizinern sind künftig Sozialarbeiter und Therapeuten im Einsatz.
„Wenn ein Mensch schwer erkrankt, betrifft das nie nur die medizinische Versorgung. Plötzlich müssen Angehörige Pflege organisieren, finanzielle Fragen klären oder belastende Entscheidungen treffen und sind dabei oft selbst in einer emotionalen Ausnahmesituation. Genau hier wollen wir noch besser unterstützen – medizinisch, sozial und therapeutisch“, sagt Andrea Pavarini, Leiterin des Mobilen Palliativteams der Caritas in Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf.
Hilfe aus einer Hand
„Durch unser erweitertes Team bekommen Betroffene und ihre Familien schneller die Hilfe, die sie gerade brauchen – unabhängig davon, ob es um medizinische, soziale oder therapeutische Anliegen geht“, so Pavarini.
Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen können medizinische, pflegerische und soziale Anliegen rasch aufeinander abgestimmt werden. Betroffene und ihre Angehörigen erhalten Unterstützung aus einer Hand.
Sozialarbeiterinnen unterstützen Familien dabei, Pflege- und Betreuungsangebote zu organisieren, finanzielle Ansprüche geltend zu machen, Krankenhausentlassungen vorzubereiten oder belastende familiäre Situationen zu bewältigen.
Kürzere Wege
„Für die Betroffenen bedeutet das kürzere Wege und weniger Belastung. Viele Fragen können direkt im Team geklärt werden, anstatt verschiedene Stellen aufsuchen zu müssen. Dadurch bleibt mehr Zeit für das, was in dieser Lebensphase wirklich zählt: die bestmögliche Begleitung und Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen“, betont Pavarini.
Im Zuge der Weiterentwicklung intensiviert die Caritas außerdem die Zusammenarbeit zwischen ihrem Mobilen Hospiz- und Palliativteam sowie den Mobilen Pflegediensten von Volkshilfe, Diakoniewerk und Rotem Kreuz.
„Je besser wir unsere Kompetenzen miteinander vernetzen, desto lückenloser können wir Menschen begleiten. Durch den regelmäßigen Austausch stimmen wir Abläufe besser aufeinander ab, vermeiden Versorgungslücken und schaffen ein stabiles Netzwerk, das schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in einer besonders herausfordernden Lebensphase trägt“, erklärt Rosemarie Koller, Leiterin vom Mobilen Hospizteam der Caritas, welches in den Bezirken Steyr und Steyr-Land tätig ist.








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