100.000 zusätzliche Fahrplankilometer im Steyrer Busliniennetz
STEYR/STEYR-LAND. Nach intensiver Vorarbeit und langwierigen Verhandlungen ist es dem Verkehrsbetrieb der Stadtbetriebe Steyr (SBS) gelungen, das Busliniennetz ab Schulbeginn deutlich zu erweitern.

Bei dieser Zusammenarbeit zwischen mehreren Gemeinden handelt es sich um ein bundesweit außergewöhnliches Projekt, weshalb auch zahlreiche Verträge abgeschlossen werden mussten und umfangreiche Genehmigungs- und Konzessionierungsverfahren erforderlich waren.
„Da das Genehmigungsverfahren gemeinsam mit dem Land Oberösterreich nun positiv abgeschlossen worden ist, können wir die geplanten Linien- und Betriebszeitenänderungen mit dem OÖVV ab 13. September umsetzen“, erklärt Georg Stimeder, der Leiter des Steyrer SBS-Verkehrsbetriebes.
Für die Fahrgäste der Steyrer Linienbusse kommt es zu zahlreichen Verbesserungen und Erweiterungen. Unter anderem wird das BMW-Werk besser angebunden und ab Mitte September zu allen Schichtzeiten mit den Öffis erreichbar sein.
Linie 9 nach Dietach
Steyrs Nachbargemeinde Dietach wird bald mit den Linienbussen der Stadtbetriebe erreichbar sein. Die Linie 9 (Bahnhof – Steyrdorf – Gleink) verkehrt zukünftig über die Haltestelle Dieselstraße und das Stadtgut nach Dietachdorf und Dietach.
Bis zum Tabor wird die Linie entsprechend der bisherigen Linienführung 10 (ohne Stadtplatz) geführt. Ab dem Stadtgut verläuft die Strecke dann über die neu errichtete Elisabeth-Fürschuß-Straße (Gartenbauersiedlung) und die Winklinger Straße.
Die Fahrt stadteinwärts erfolgt über Gleink und den Wieserfeldplatz (Steiner Straße – Wieserfeldplatz – Mittere Gasse – Wiesenberg – Schwimmschulstraße) zum Bahnhof.
Morgens wird entlang der Linie 9 annähernd ein 30-Minuten-Takt eingerichtet, tagsüber ab 8 Uhr verkehrt die Linie stündlich. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit wird es auch kombinierte Kurse mit der Linie 5 und weitere Verstärkerkurse an Schultagen geben. Dadurch ergibt sich im Bereich des Klosters Gleink stadteinwärts annähernd ein 15-Minuten-Takt.
Linie 7 nach St. Ulrich
St. Ulrich wird künftig stündlich von der Linie 7 bedient. Diese verkehrt über den Stadtteil Neuschönau bis zur Kreuzung Eisenstraße/Ulrichstraße. Der weitere Streckenverlauf entspricht weitgehend der bisherigen Schulbus-Strecke.
Ab der Haltestelle Kremsmayr/Sportplatzstraße wird der Ortsteil Erdsegen angebunden und eine Wendemöglichkeit in der Heidesiedlung eingerichtet. Stadteinwärts verkehrt die Linie ab der Steyrer Stadtgrenze direkt über die Eisenstraße.
Morgens besteht zukünftig ein 30-Minuten-Takt, ab 7.55 Uhr ein Stundentakt. Die Linie 7 wird auch an Samstagen die Nachbargemeinde St. Ulrich im 2-Stunden-Takt an das Netz der Stadtbetriebe anbinden.
Laut einer gemeinsamen Vereinbarung mit dem OÖVV wird die Kernzone Steyr in St. Ulrich bis zur Endhaltestelle Heideweg verlängert. Kunden der neuen Linie 7 können daher zu den regulären Steyrer Kernzonen-Tarifen das Busangebot der Stadtbetriebe nutzen.
Sommerfahrplan eingestellt
Aufgrund deutlich gestiegener Fahrgastzahlen in den Sommerferien der vergangenen Jahre hatte der Steyrer Gemeinderat beschlossen, den bisherigen Sommerfahrplan einzustellen. So sind während der heurigen Schulferien keine Intervall-Dehnungen oder Linien-Zusammenlegungen mehr vorgenommen worden.
„Im Vergleich zu den vergangenen Sommerferien haben wir heuer unser Angebot entlang der Steyrer Hauptlinien verdoppelt. Auch in den Stadtteilen Tabor, Christkindl, Reichenschwall und Steyrdorf erweitern wir unser Fahrplanangebot deutlich“, sagt Stimeder. Die jährlichen Mehrkosten für den Ausbau des städtischen Linienangebotes während der Sommermonate werden etwa 50.000 Euro betragen.
Größte Neuerungen seit 20 Jahren
In Summe stellen all diese Neuerungen die umfangreichste Liniennetz-Erweiterung der Steyrer Stadtbetriebe seit 2007 dar. „In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Steyr, den Gemeinden Dietach und St. Ulrich sowie dem Land Oberösterreich können wir unseren Kunden zukünftig rund 100.000 zusätzliche Fahrplankilometer pro Jahr anbieten“, zeigt sich Stadtbetriebe-Geschäftsführer Markus Rechling-Greimel erfreut.
Alle Details findet man ab 3. September auf der Homepage www.stadtbetriebe.at








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