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STEYR. Hernien oder Narbenbrüche entstehen durch zu viel Druck auf den Bauchraum, am häufigsten infolge einer Bauchoperation.

Oberarzt Alexander Rothe (links) und Primar Adam Dinnewitzer (Foto: OÖG/Harald Dostal)
Oberarzt Alexander Rothe (links) und Primar Adam Dinnewitzer (Foto: OÖG/Harald Dostal)

Dabei wird die Bauchwand instabiler und an einer schwachen Stelle kommt es zu einer Art Wölbung oder Loch. Hernien können sogar lebensbedrohlich werden und müssen operativ entfernt werden. Insbesondere bei großen Hernien mit bereits verschobenen, mit Bauchdecke und Muskulatur verwobenen Organen war das bisher besonders herausfordernd und schmerzhaft.

Botox vor der Operation

Eine relativ junge Methode zur OP-Vorbehandlung vereinfacht die Narbenbruchchirurgie, indem sie sich der muskelentspannenden Wirkung von Botox bedient. “Etwa vier bis sechs Wochen vor der geplanten Operation injizieren wir den Patienten unter Ultraschall-Kontrolle Botulinum-Toxin A, kurz Botox, in die seitliche Bauchwand. Dadurch werden diese Bauchwandschichten schlaffer, die Muskeln dehnbarer und ein spannungsfreier Verschluss der oft weit über zehn Zentimeter großen Bruchlücken wird ermöglicht“, erklärt Primar Adam Dinnewitzer, Leiter der Abteilung für Chirurgie im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr.

Kunststoffnetz

„Zur Verstärkung der Bauchwand wird in der Regel ein spezielles Kunststoffnetz implantiert“, erläutert der Hernien-Spezialist und stellvertretende Leiter der Chirurgie-AbteilungAlexander Rothe. „Auch für die Patienten ist das schonender, weil sie nach dem Eingriff weniger Schmerzen haben“, so der Oberarzt.


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