Vorsorgen für Lebensfreude in den besten Jahren
GARSTEN. Als Interessenvertretung und Serviceeinrichtung für die Generation 60+ legt der OÖ Seniorenbund ein großes Augenmerk auf die Gesundheitsförderung und -erhaltung von Senioren. In Anbetracht der demografischen Entwicklung muss es das Ziel sein, die Gesundheit möglichst lange zu erhalten und die Pflegebedürftigkeit möglichst weit nach hinten zu verschieben. Im Zuge einer Pressekonferenz in Garsten stellte der Seniorenbund sein Programm vor.

„Wir wissen, dass es bis 2039 um 60 Prozent mehr über 60-Jährige geben wird. Zusätzlich dazu, steigt auch die Anzahl der über 80-jährgien um über 50% (Anzahl der über 80 und 90jährigen) – darauf müssen wir uns entsprechend vorbereiten.“, betont Seniorenbund Landesobmann Josef Pühringer. „Darüber hinaus wissen wir aus unserer jährlichen Seniorenumfrage auch, dass den Seniorinnen und Senioren das Thema Gesundheit sehr wichtig ist und auch Sorgen bereitet.“
So sind die eigene Gesundheit und gesundheitliche Probleme (25 Prozent), also Schmerzen und Krankheit, gleich nach Geldangelegenheiten, insbesondere in Verbindung mit den Teuerungen und der Inflation (41 Prozent), die am häufigsten genannten Herausforderungen im Alltag der OÖ Senioren 2023. Zu diesem repräsentativen Ergebnis ist eine IMAS Studie im Auftrag des OÖ Seniorenbundes im Mai 2023 gekommen.
Oberstes Gebot: Pflegebedürftigkeit nach hinten verschieben – Menschen sollen gesund und gut leben können. Heute - und bis ins hohe Alter
Angesichts der demografischen Entwicklung muss es das Ziel sein, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden bzw. den Zeitpunkt einer möglichen Pflegenotwendigkeit möglichst weit hinaus zu schieben. Das ist eine Herausforderung für jeden einzelnen und die Gesellschaft insgesamt. Daher ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu verstärken. Dazu gehören ein gesundheitsbewusster Lebensstil mit körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung, aber auch geistigen und sozialen Aktivitäten, sowie die Förderung der Eigenverantwortung. Natürlich sollte damit schon in jungen Jahren begonnen werden, aber auch mit 60+ kann man noch viel für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun.
Die Verankerung der Prävention als Prämisse der Gesundheitspolitik
„Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“ - deshalb muss der Prävention in Zukunft bei Weitem mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schließlich kann eine bessere Gesundheitsvorsorge viel zu mehr Lebensqualität bis ins hohe Alter und zur Verschiebung derPflegebedürftigkeit nach hinten beitragen. Darüber hinaus kann sie auch hohen Behandlungskosten entgegenwirken.„Um mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, braucht es regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Als OÖ Seniorenbund fordern wir deshalb Modelle, die Anreize für regelmäßige und freiwillige 20. Oktober 2023 seiringer@ooe-seniorenbund.at - 4 - Vorsorgeuntersuchen bieten und dabei die Gesundheit eines jeden einzelnen Fordern“ ergänzt Pühringer.Eine dieser Maßnahmen könnte zum Beispiel ein Gesundheitspass sein. Dieser Gesundheitspass soll wie eine Art Sammelpass funktionieren. Füllt man ihn durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhält man Wertgutscheinen für ausgewählte regionale Hofmärkte oder Sportgeschäfte. Das ist nicht nur eine Belohnung des einzelnen, sondern fördert zusätzlich den gesunden Lebensstil werden.
Angebote des OÖ Seniorenbundes zur Gesundheitsförderung
Der OÖ Seniorenbund möchte die Menschen zu einem gesunden Lebensstil und somit zur persönlichen Vorsorge motivieren. Daher gibt es bereits Angebote, die die Gesundheit der Senioren fördern sollen.Ein wichtiger Bereich ist dabei Bewegung und Sport. Das Sportangebot ist breitgefächert und so gestaltet, dass für jeden etwas dabei ist: Eis- und Asphaltstockschießen, Fit- u. Gesundheitssport, Golf, Kegeln, Knitteln, Motorrad, Nordic Walking, Radfahren, Ski Alpin, Langlauf, Seniorentanz, Tarock, Tennis, Schach und Wandern. Wichtige Faktoren bei allen Aktivitäten sind natürlich auch die Gemeinschaft und Geselligkeit, denn gemeinsam macht auch Bewegung mehr Spaß.Darüber hinaus wurde in Kooperation mit der SPORTUNION OÖ auch ein Fit-Pass für Senioren entwickelt. Dieser enthält viele abwechslungsreiche Übungen und Tipps fürs Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining sowie Beweglichkeitsübungen in unterschiedlichenSchwierigkeitsstufen.Auch beim ISA – Institut Sei Aktiv, der Bildungseinrichtung des OÖ Seniorenbundes, werden Kurse und Vorträge zu den Themenbereichen Ernährung/Kochen und Gesundheit/Wohlbefinden (z.B. Faszien- Training, Yoga, Tanzen) angeboten.
Regionale Gesundheitstage des OÖ Seniorenbundes
Zusätzlich bietet der OÖ Seniorenbund ein vielfältiges Angebot für die Prävention in Form von Gesundheitstagen an. Auch heuer gibt es drei solcher Gesundheitstage. Zwischen 9 und 16 Uhr gibt es bei freiem Eintritt Informationsstände, Experteninterviews und Vorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Auf einer Gesundheitsstraße können die Besucher beispielsweise Seh- und Hörtests machen oder ihren Blutdruck, Zucker- und Hämoglobinwert überprüfen lassen. Eröffnet werden die Gesundheitstage von Gesundheitslandesrätin LH-Stv.in Christine Haberlander und Seniorenbund Landesobmann Josef Pühringer.


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