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TERNBERG. Gemeinsam mit Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) wurden die öffentlichen Flächen in Ternberg genauer unter die Lupe genommen.

Ternberg setzt Initiativen, damit Bienen unterstützt werden. (Foto: privat)
Ternberg setzt Initiativen, damit Bienen unterstützt werden. (Foto: privat)

Das Team rund um Bürgermeister Günther Steindler (SPÖ) und Umweltausschuss-Obmann Hannes Altrichter (Grüne) hat sich viel vorgenommen und auch die Schulen der Gemeinde ziehen mit an einem Strang.

So wurde gemeinsam mit Landschaftsplaner Markus Kumpfmüller erörtert, welche heimischen Bäume und Sträucher besonders bienenfreundlich sind und wo noch mehr Bäume am Schulareal sprießen könnten. Auch die richtige Pflege von Blumenwiesen wurde thematisiert, damit Mensch und (Wild)bienen sich am Blütenangebot erfreuen können.

„Ob Gemeindewiesen, Sickermulde oder Spielplatz - es soll in Ternberg noch mehr Vielfalt erblühen, um die (Wild)bienen zu unterstützen“, sagt Bürgermeister Steindler.

Vorbildwirkung

„Unsere Gemeindeflächen werden - das ist ein Pflichtkriterium im Projekt - ökologisch ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel gepflegt“, versichert Umweltausschuss-Obmann Altrichter.

„Die Gemeinde übernimmt damit eine wichtige Vorbildwirkung und hat beim Startworkshop noch viele Ideen für die Einbeziehung der Bürger, Betriebe und Landwirte entwickelt“, freut sich Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne), dessen Ressort die Initiative unterstützt.

„Der Klimawandel wird eine immer größere Herausforderung, auch für die Wildbienen. Der viel zu warme Frühling führte zu einer Verschiebung der Blühzeitpunkte. Viele der über 400 Wildbienenarten in OÖ sind sehr wählerisch und bei der Nahrung für ihren Nachwuchs auf bestimmte Blumenarten angewiesen“, erklärt die Projektleiterin Gerlinde Larndorfer vom Bodenbündnis/Klimabündnis OÖ. „Daher wird es immer wichtiger, dass Gemeinden mit den öffentlichen Flächen versuchen Nahrungslücken auszugleichen mit spezieller Bepflanzung.“

Netzwerk wächst

Mehr als 120 oberösterreichische Gemeinden engagieren sich bereits im Netzwerk „Bienenfreundliche Gemeinde“ für mehr Artenvielfalt und Bodenschutz. Sie bepflanzen ihre öffentlichen Flächen naturnah, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und unterstützen die Bürger dabei, dass auch die Privatgärten kleine Oasen der Vielfalt bieten.

Das Projekt Bienenfreundliche Gemeinde wird im Auftrag des Umweltressorts des Landes OÖ vom Klimabündnis OÖ umgesetzt. Begleitet werden die Gemeinden unter dem Motto „Unser Boden für Bienen“ vom Bodenbündnis in OÖ. Denn rund 60 Prozent der Wildbienen nisten im Boden, der eine wichtige Basis auch für die Biodiversität ist.


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