987 Kinder bei Aktionstagen der Junior Maker Pioneers in Steyr
STEYR. Mit den Schulaktionstagen im Frühjahr gingen die Junior Maker Pioneers in die letzte Runde ihres Workshopformats im Museum Arbeitswelt Steyr.

284 Kinder aus acht Schulen nahmen an 14 Workshops teil. Mit dabei waren die MS Rudigier, MS Garsten sowie die Volksschulen Steyrdorf, Ternberg, Sierninghofen, St. Valentin, Garsten und Gleink.
Damit finden die Schulaktionstage des FFG-Projekts „Junior Maker Pioneers – Zukunftstechnologien: begreifen, entwickeln, machen“ in dieser Form ihren Abschluss. Seit Herbst 2024 wurden in vier Durchgängen 28 Schulen erreicht und 987 Kinder und Jugendliche für erneuerbare Energietechnologien begeistert.
„Unser Ziel war es, möglichst vielen Kindern einen niederschwelligen Zugang zu Technik, Handwerk und Zukunftsthemen zu ermöglichen. Dass wir nun fast 1.000 junge Menschen erreichen konnten, freut uns ganz besonders“, sagt Projektleiter Christian Stadlmann von der FH OÖ. „Die Schulaktionstage haben gezeigt, wie groß die Neugier und das Potenzial in den Kindern sind, wenn man ihnen Raum zum Ausprobieren gibt.“
Mit Sonnen- und Windkraft zum Aha-Erlebnis
Im Zentrum aller Schulaktionstage standen zwei Werkprojekte: eine Solarblume, die sich mithilfe einer Solarzelle im Licht dreht, sowie ein kleines Haus, das durch Windenergie beleuchtet wird. Die Kinder bohrten, schraubten, sägten und gestalteten ihre Werkstücke individuell.
„Die gleichzeitige Koordination von Drücken und Drehen beim Schrauben ist für viele Kinder gar nicht selbstverständlich. Genau deshalb sind solche Workshops so wichtig“, erklärt Trainer Robert. „Es gibt geschickte und weniger geschickte Kinder – manche tun sich beim Bohren leichter, andere beim Schrauben. Aber die meisten lernen unglaublich schnell. Und am Ende sind alle stolz auf ihr eigenes Projekt.“
Tatsächlich lag die Erfolgsquote bei nahezu 100 Prozent: Alle Solarblumen begannen sich am Ende zu drehen. Trainerin Birgit beobachtete dabei spannende Entwicklungen: „Manche Mädchen wollten anfangs lieber malen. Doch sobald sie ins Handwerken hineingefunden hatten, waren sie begeistert von der Technik und mit vollem Einsatz dabei.“
Neben dem praktischen Tun stand auch die inhaltliche Vermittlung der Themenbereiche erneuerbare Energietechnologien und Klimawandel im Fokus, indem die Gruppen auch die noch bis Ende Juni 2026 laufende Ausstellung „Energiewende“ im Museum Arbeitswelt besuchten.
Das Projekt geht weiter
Auch wenn die Schulaktionstage abgeschlossen sind, lebt der Pioniergeist weiter: Neben den Workshops betreut das Projekt drei fixe Gruppen von Junior Makern, die sich regelmäßig treffen, um handwerklich zu arbeiten und sich vertiefend mit erneuerbaren Energietechnologien auseinanderzusetzen.
In der mittleren Gruppe der Junior Makers (10 bis 12 Jahre) sind aktuell noch Plätze frei – Mädchen bevorzugt. Die Treffen finden am 8. und 22. April, 6. und 20. Mai, 3. und 17. Juni sowie am 1. Juli jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Interessierte Kinder können sich bei Andrea Holzinger (andrea.holzinger@fh-steyr.at) melden.


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