Achtsame Berührungen für Bewohner von Steyrer Altenheimen
STEYR. Einsamkeit und Berührungsarmut lassen so manche Bewohner in Altenheimen verstummen. Hier hilft die Initiative „Gutes Leben“. Die Gemeinschaftsstiftung aus Steyr ist erst die zweite ihrer Art in Österreich.

Gerade in Zeiten der Sparmaßnahmen tut sich für die Gemeinschaftsstiftung „Gutes Leben“ ein weites Feld auf. Das Projekt „Berühren, um berührt zu werden“ ist eines der jüngsten Pflänzchen der Initiative rund um Obmann Hermann Proyer.
Das Konzept der beiden Shiatsu Praktikerinnen Maria Zotl und Christina Rath basiert auf einer ganzheitlichen Methode der Körperarbeit: Konzept Samurai-Shiatsu in Alten- und Pflegeheimen. Achtsame Berührungen und gemeinsame Bewegungen, die die alten Menschen sitzend auch im Rollstuhl machen können, werden unter Anleitung zu Wohlfühlmomenten.
Jeder Mensch profitiert von Berührung als eine andere Begegnungsqualität. Die Methode ist bewährt, aber nicht Teil der Altenbetreuung, da nicht finanzierbar. Hier hat die Stiftung „Gutes Leben“ bereits geholfen.
Fortsetzung gewünscht
Mittlerweile konnten in den Altenheimen Münichholz (APM) und Tabor (APT) einige Gruppensettings und Einzeltherapien im Bett liegend durchgeführt werden. Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind berührend und wünschen eine Fortsetzung. „Ich bekomme Gänsehaut wenn ich sehe, wie glücklich die Menschen ausschauen“, sagt APT-Heimleiter Michael Brantner.
Bei einem intensiven Erfahrungsaustausch von Vertretern aller Altenheime in Steyr, den Shiatsu-Praktikerinnen sowie mit Günter Peinhaupt und Josef Faderl von der Stiftung „Gutes Leben“ wurde bereits über eine weitere Projektförderung gesprochen.


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