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WALDNEUKIRCHEN. „Batterien und Akkus gehören niemals in den Restmüll“, appelliert Wolfgang Steiner. Der Geschäftsführer der „Echten Mistkerle“ in Waldneukirchen ist oberster Vertreter der privaten Entsorgungsunternehmen in Oberösterreich.

Wolfgang Steiner (Foto: Kneidinger-Photography)
  1 / 2   Wolfgang Steiner (Foto: Kneidinger-Photography)

Laut aktuellen Untersuchungen der Montanuniversität Leoben landen immer mehr Lithiumbatterien und Akkus im Abfall. Statistisch befinden sich mittlerweile rund acht Lithiumbatterien in jeder Tonne Restmüll.

Das bedeutet im Durchschnitt etwa 70 potenzielle Brandherde pro Müllwagenladung. Die Anzahl der falsch entsorgten Batterien ist laut der Forschergruppe in den letzten zehn Jahren um 300 Prozent gestiegen.

„Bei der weiteren Manipulation des Mülls können beschädigte Akkus Kurzschlüsse verursachen und innerhalb von Sekunden Brände auslösen“, sagt Wolfgang Steiner, Obmann der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. „In unserer Branche gibt es leider täglich größere und kleinere Vorfälle.“

Bei Sammelstellen abgeben 

„Batterien und Akkus gehören niemals in den Restmüll“, appelliert Steiner. „Bitte bei den Sammelstellen im Handel oder in den Altstoffsammelzentren abgeben.“

Der Entsorgungsprofi weist darüber hinaus darauf hin, dass jede richtig entsorgte Batterie Menschen, Fahrzeuge und Anlagen schützt und so die tägliche Arbeit in der Abfallwirtschaft erleichtert.

Geld zurück

Der Branchenvertreter fordert von der Politik verschärfte gesetzliche Regelungen und die Einführung eines Cashback-Systems, bei dem es für ordnungsgemäß entsorgte Batterien bares Geld zurückgibt. „Das sollte auch für alle Produkte mit verbauten Lithiumbatterien, wie Kinderspielzeug, Einweg-E-Zigaretten oder Musik-Glückwunschkarten, gelten. Auch die sind bei der Entsorgung brandgefährlich“, so Steiner.


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