Vorwärts-Profi gab nach 336 Tagen sein Comeback

Robert Hofer Tips Redaktion Robert Hofer, 01.10.2022 08:53 Uhr

STEYR. Christoph Freitag fiel nach gesundheitlichen Problemen fast ein Jahr aus, im Heimspiel gegen Horn stand der 32-Jährige wieder am Platz und war über die volle Distanz im Einsatz.

Beim 1:1 des SK Vorwärts am 21. Oktober 2021 in der Red Bull Arena in Salzburg gegen Liefering war Christoph Freitag das bisher letzte Mal als Profi im Einsatz, er flog damals mit Gelb-Rot vom Platz. Gesundheitliche Probleme führten zu einer langen Pause. Erst mit Anfang September 2022 konnte der Routinier wieder dauerhaft ins Mannschaftstraining einsteigen und gab nun am Freitag gegen Horn sein Comeback am grünen Rasen. Trainer Daniel Madlener stellte den 32-jährigen Steirer als Innenverteidiger neben David Bumberger auf. Die Rot-Weißen agierten gegen den Tabellenzweiten aus dem Waldviertel ungewohnt defensiv, im zentralen Mittelfeld spielten mit Kapitän Alberto Prada und Dragan Marceta zwei gelernte Abwehrspieler. Alem Pasic (gesperrt) und Noah Bitsche (muskuläre Probleme) wurden auf diesen Positionen schmerzlich vermisst.

Horn dominiert Match

Horn dominierte über weite Strecken das Match und ging in der 16. Minute durch Patrik Mijic in Führung. Aus dem Nichts gelang Vorwärts mit dem ersten Torschuss der Ausgleich. Joel Dombaxi traf nach einem Konter und Zuspiel von Tobias Pellegrini ins lange Eck zum 1:1 (29.). Insgesamt agierten die Rot-Weißen vor 1.200 Zuschauern aber mutlos und konnten nur in den letzten Minuten vor und eine Viertelstunde nach der Pause das Spiel offen gestalten. Nach einem Eckball traf Marceta die Latte (61.), auf der Gegenseite setzte Niklas Hoffmann den Ball ebenfalls an den Querbalken (71.). Die Waldviertler erhöhten in der Schlussphase das Tempo, machten Druck und fuhren verdient drei Punkte ein. Zum Matchwinner für die Gäste wurde der eingewechselte Maximilian Pronichev. Der Russe traf im Doppelpack zum 1:3-Endstand (78., 85.) und holte auch noch einen Elfmeter heraus (Rot für Bumberger). Den Strafstoß hielt Vorwärts-Goalie Florian Eres gegen Burak Yilmaz (91.).

Heimserie gerissen

Für Vorwärts riss damit eine stolze Serie an der Volksstraße, 13 Spiele (8 Siege, 5 Remis) und über elf Monate war man vor den eigenen Fans ungeschlagen. „Wir haben nicht die Leistung aus den letzten Heimspielen gebracht, Horn war einfach besser“, sagt Trainer Daniel Madlener, der den Blick schon wieder nach vorne richtet. „Dieses Niederlage müssen wir abhaken, es haben ein paar Sachen nicht gepasst.“ Schon nächsten Freitag können es die Rot-Weißen gegen ein weiteres Top-Team aus Niederösterreich besser machen, der SKN St. Pölten kommt in die Liwest-Arena (18.10 Uhr). „Wir werden ein anderes Gesicht zeigen und eine neue Serie starten“, so Madlener, dessen Team das erste Saisondrittel in der Admiral 2. Liga mit zehn Punkten und damit im unteren Tabellendrittel beendete.

Oktoberfest im Stadion

Im Rahmen des Heimspiels gegen St. Pölten feiert Vorwärts ein Oktoberfest im Stadion und belohnt die ersten 500 Besucher mit Weißwurst-Gutscheinen sowie weitere 500 Personen mit Getränkegutscheinen. Einlass in die Liwest-Arena ist am Freitag, 7. Oktober, um 17.10 Uhr.

TABELLE 2. LIGA

SK BMD Vorwärts Steyr – SV Horn 1:3 (1:1)

Vorwärts (4-2-3-1): Eres; Lageder, Freitag, Bumberger, Dombaxi (84. Cirkovic); Prada, Marceta; Filip (73. Ketan), Günes, Zdichynec (62. Sostarits); Pellegrini (46. Sivrikaya). Ersatz: Hüttner; Dzinic, Maric. Trainer: Daniel Madlener.

Horn (4-1-4-1): Ehmann; J. Bauer, Sturing, Hoffmann, Joppich; Neumayer; Hausjell (66. B. Yilmaz), Mulahalilovic, Schelle (58. Pronichev/92. Wallner), Gashi (92. R. Bauer); Mijic (66. O. Yilmaz). Ersatz: Hotop; Macher. Trainer: Philipp Riederer

Torfolge: 0:1 (16.) Mijic, 1:1 (30.) Dombaxi (Pellegrini), 1:2 (78.) Pronichev, 1:3 (85.) Pronichev.

Gelbe Karten: Schelle (21. Unsportlichkeit), Neumayer (58. Foul), Gashi (69. Unsportlichkeit).

Rote Karte: Bumberger (89. Torraub).

Freitag, 30. September 2022; Liwest-Arena, 1.200 Zuschauer

SR Dominic Schilcher; Martin Höfler, Mohamed El Sadany

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