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STEYR. Verschiedene Institutionen haben anlässlich des Tages der Arbeitslosen zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen. Worüber sich alle einig sind: Der Wiedereinstieg in den Job muss so schnell wie möglich erfolgen. Langzeitarbeitslosigkeit betrifft vor allem ältere und/oder kranke Menschen.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

In den letzten Monaten gab es durchaus positive Signale vom Arbeitsmarkt. Von einer Trendwende könne allerdings keine Rede sein, betont die Arbeiterkammer (AK). Laut Arbeitsmarktservice (AMS) waren Ende März inklusive Schulungen 4631 Menschen in der Region Steyr ohne Job, um 189 weniger als noch vor einem Jahr. Bei den unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit schon länger rückläufig, bei den über 50-Jährigen steigt sie hingegen an.

Schwerpunkt bei Langzeitarbeitslosen

„Die Schwerpunkte des AMS liegen aktuell bei den Älteren, bei Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und bei Langzeitarbeitslosen“, betont Steyrs AMS-Chef Hubert Heindl. „Wir müssen dafür sorgen, dass im Falle eines Jobverlustes der Wiedereinstieg so rasch wie möglich erfolgt.“ Das sieht man auch bei der Wirtschaftskammer (WKO) so. Denn schon nach drei Monaten Arbeitslosigkeit sinkt die Chance, wieder einen Job zu finden, deutlich.

Härtere Strafen

Die WKO will auch eine Diskussion über die derzeit geltenden Zumutbarkeitsbestimmungen sowie über die Höhe der Transferleistungen. Auch wenn es sich beim Arbeitslosengeld um eine Versicherungsleistung handelt, müssten Arbeitslose nach dem Grundsatz „keine Leistung ohne Gegenleistung“ mehr als bisher ihren Teil zu einer erfolgreichen Wiederbeschäftigung beitragen, so die WKO.

Psychisch krank

Arbeitslosigkeit und psychische Erkrankungen treten oft in Kombination auf. 38 Prozent der Österreicher erkranken zumindest einmal im Leben psychisch. Immer mehr Menschen geraten in eine Armutsfalle, die meist die Folge daraus ist. Andrea Kronsteiner macht über promente OÖ derzeit ein Arbeitstraining in der Druckwerkstatt Steyr. Die 52-jährige Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist im Herbst 2014 arbeitslos geworden.

„Selbstvertrauen sinkt“

„Man zieht sich immer mehr in ein Schneckenhaus zurück, das Selbstwertgefühl sinkt auf ein extrem niedriges Niveau“, erzählt die Münichholzerin. Sie hat schon vier Berufe erlernt und möchte am liebsten in jenen als Bürokauffrau zurückkehren.Alter als Hürde“Die meisten Arbeitgeber stoßen sich an meinem Alter“, sagt Andrea Kronsteiner. „Durch jahrelange Praxiserfahrung im Büro scheitert es auch oftmals an der verdienten Anrechnungszeit und der dazugehörigen Gehaltseinstufung.“


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