Altstadt hat Aufholbedarf beim Branchenmix
STEYR. Eine aktuelle cima-Befragung zeigt die Stärken und Schwächen der Altstadt als Handelszentrum auf.

Viel Licht, aber auch einiger Schatten. So fällt das Fazit der cima-Autoren aus, die zwischen Mai und Oktober 2018 ihre Befragungen im Auftrag des Vereins „Steyr lebt“ durchgeführt haben. Die mittelfristige Wettbewerbsfähigkeit der Handelsbetriebe wird als solide und stabil bewertet, es sei gelungen, eine treue Stammkundschaft aufzubauen. Altstadtbetriebe weisen eine hohe Standorttreue auf, auch wenn 36 Prozent der Befragten sagen, dass sie bei einer Neugründung nicht mehr den jetzigen Standort in der Altstadt wählen würden.
Jeder Fünfte von Aus bedroht
Nur drei Prozent der insgesamt 167 Altstadt-Betriebe (ohne Steyr- und Ennsdorf sowie CityPoint) haben eine sehr hohe Wettbewerbsfähigkeit, 38 Prozent eine gute, 40 Prozent eine mittlere. 19 Prozent und damit nahezu jedes fünfte Unternehmen weist eine niedrige Wettbewerbsfähigkeit auf. „Diese Betriebe werden wohl in den nächsten 1,5 Jahren vom Markt verschwinden. Es herrscht ein Kommen und Gehen“, sagt Roland Murauer (cima).
34 Branchen vor Ort
Aktuell sind laut cima 34 Branchen in der Steyrer Innenstadt vertreten, deutlich weniger als in vergleichbaren Städten wie Kufstein (47), Villach (46) oder Wels (42). Außerdem würden die Handelsbetriebe in Steyr trotz vorhandener Frequenz zu wenig touristische Kaufkraft abschöpfen. Veranstaltungen im Stadtzentrum wirken sich generell für die meisten Betriebe positiv auf den Umsatz aus, vor allem Märkte und Kunden-Events.


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