ÖVP will in Bad Hall absolute Mehrheit verteidigen

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(Foto: Kranzl)
Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 09.05.2021 07:05 Uhr

BAD HALL. In der Tips-Wahlserie werfen wir diese Woche einen Blick auf die Ausgangssituation in der einzigen Stadt im Bezirk Steyr-Land.

Gleich sechs Listen buhlten bei der letzten Gemeinderatswahl 2015 um die Gunst der Wähler in der Kurstadt. Dennoch gelang es der ÖVP, die absolute Mandatsmehrheit zu erringen. Die Überlegenheit war nicht immer gegeben. 2003 lag die SPÖ mit 45,6 Prozent noch knapp vor der ÖVP (43,5 Prozent) und stellte mit Johann Grasl auch den Bürgermeister. 2009 stürzten die Sozialdemokraten auf 33 Prozent ab, auch die Bürgermeisterwahl ging verloren. Sechs Jahre später halbierte sich die SPÖ gar auf 16,8 Prozent. Heuer soll es mit Spitzenkandidat Mario Madurski wieder aufwärts gehen.

„Absolute brechen“

„Die SPÖ soll kräftig zulegen, um die derzeitige Absolute der ÖVP zu brechen“, sagt Madurski, der auch für das Amt als Bürgermeister kandidieren wird. Der 47-jährige Motorrad-Fan ist von Beruf Sozialarbeiter, verheiratet, Vater von drei Kindern und hat einen Enkelsohn. Im Wahlkampf wird Madurski mit seinem Team unter anderem auf das Thema Verkehr setzen. „Bad Hall wird von der B122 sozusagen geteilt, dazu kommt viel Schwerverkehr. Da müssen eindeutige Verbesserungen auf Basis eines ökologischen Verkehrskonzepts gemacht werden.“

Sieben Jahre im Amt

Der Wahltermin wurde mit 26. September mittlerweile vom Land Oberösterreich fixiert. Bei der Bürgermeister-Direktwahl in Bad Hall spricht alles für Bernhard Ruf. Der 45-jährige AHS-Lehrer ist verheiratet und seit 2014 Stadtchef. Zuvor fungierte er schon fünf Jahre als Vizebürgermeister, im Gemeinderat ist er seit 2009 vertreten. Vor sechs Jahren erhielt Ruf zwei Drittel der Stimmen. „Mein Ziel ist es, Bad Hall attraktiv und zukunftsfit zu erhalten und weiterhin aktiv zu gestalten“, so Ruf.

FPÖ verteidigt Platz zwei

Für die FPÖ geht Mario Gubesch als Spitzen- und Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Der 46-Jährige ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruflich ist er als Geschäftsführer des Ordnungsdienstes der Stadt Linz tätig. Gubesch ist seit 2004 im Gemeinderat und bekleidet auch das Amt des Fraktionsvorsitzenden. „Wir machen uns für eine wettbewerbsfähige und lebensfreundliche Region stark“, sagt Gubesch, dessen Partei vor sechs Jahren knapp vor der SPÖ auf Platz zwei landete.

Neue Gesichter

Die Grünen treten mit einigen neuen Gesichtern zur Gemeinderatswahl an. Als Fraktionssprecherin fungiert derzeit Sarah Lion. „Unser klares Ziel ist ein Stimmenzugewinn und der Einzug in den Stadtsenat“, sagt Lion. Beim letzten Urnengang haben die Grünen knapp den Einzug in den Stadtrat verpasst und sind deshalb in den Ausschüssen nur beratend, also ohne Stimmrecht, vertreten. „Das klare Ziel ist also ein Stimmenzugewinn, denn mit einem Stadtratsmandat gäbe es wesentlich mehr “Grüne„ Gestaltungsmöglichkeiten“, so Lion, die sich mit ihrer Partei für eine nachhaltige, „enkerltaugliche Politik“ in Bad Hall einsetzen will.

Bürgerliste erneut dabei

Die Bürgerliste „Wir für Bad Hall“, die 2015 vom ehemaligen SPÖ-Vizebürgermeister Walter Rauch ins Leben gerufen wurde, kandidiert auch heuer. Rauch hat Bad Hall verlassen und engagiert sich deshalb auch nicht mehr bei der Bürgerliste. Gemeinderat Atalay Yeter wird Spitzenkandidat sein. „Wir konnten uns vor allem beim Thema Integration in der Gemeinde gut einbringen und wollen hier weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner bleiben“, sagt Yeter, der beruflich als Installateur-Meister bei der Firma Rieder tätig ist.

Kandidatur offen

Das BZÖ erhielt 2015 in Bad Hall 5,5 Prozent der Stimmen, im Gemeinderat ist man durch die ehemalige Sozialministerin Ursula Haubner vertreten. Ob man heuer wieder kandidiert, konnte das Bündnis für Oberösterreich auf Tips-Anfrage nicht beantworten.

Gemeinderatswahl 2015:

ÖVP 47,2 Prozent, 16 Mandate

FPÖ 17,6 Prozent, 5 Mandate

SPÖ 16,8 Prozent, 5 Mandate

Grüne 9,5 Prozent, 3 Mandate

BZÖ 5,5 Prozent, 1 Mandat

WBH 3,4 Prozent, 1 Mandat

Bürgermeisterwahl 2015:

Bernhard Ruf (ÖVP) 66,5 Prozent

Alfred Gassner (SPÖ) 17,1 Prozent

Mario Gubesch (FPÖ) 9,7 Prozent

Walter Rauch (WBH) 3,5 Prozent

Ernst Ohler (BZÖ) 3,2 Prozent

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