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Online Redaktion, 08.06.2021 06:12

STEYR. Seit über zwei Jahrzehnten zeichnet die Fahrzeugindustrie die besten Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten im Automotivbereich an der Fachhochschule Steyr aus. 

 (Foto: FH OÖ)
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„Wir möchten mit diesen Preisen einen Anreiz bieten, dass sich Studierende wissenschaftlich und berufsvorbereitend unserer Branche widmen. Ausbildung ist ein wichtiger Standortfaktor und bildet die Basis für die Technologieführerschaft der heimischen Fahrzeugindustrie. Ideen sind der Motor der Wirtschaft, die Besten haben wir auch heuer wieder ausgezeichnet“, sagt Karl-Heinz Rauscher, Obmann des Fachverbands der Fahrzeugindustrie über den Award. Und weiter über die Zusammenarbeit mit der FH OÖ in Steyr: „Die Praxisnähe der Ausbildung und die Verwertbarkeit der wissenschaftlichen Arbeiten sind wertvoll für unsere Mitgliedsbetriebe. Die intensive Zusammenarbeit der FH mit den Unternehmen spiegelt sich auch in der Liste der Preisträger wider. Diese an den Herausforderungen des Berufslebens orientierte Ausbildung ist das Besondere an der Kooperation mit der FH Steyr.“

Die Preisträger

Martin Lanzinger (Studiengang Produktion und Management) betrachtete in seiner Abschlussarbeit das weitverbreitete Konzept von Lean Production und untersuchte, wie man dieses mit dem Konzept Industrie 4.0 und den damit verbundenen Technologien optimal vernetzen kann. Die Besonderheit an seiner Fragestellung ist die Entwicklung von Verbesserungsmöglichkeiten bestehender Methoden durch die Verbindung mit neuen Technologien und die damit verbundene Generierung eines Mehrwerts für Unternehmen.

Lukas Zappe (Studiengang Operations Management) erarbeitete in seiner Masterarbeit die Potentiale von BI-Systemen und Business Analytics-Funktionen für das operative Produktionscontrolling. Diese Potentiale ließ er dann in die Entwicklung eines Referenzmodelles für die Einführung eines BI&A Systems einfließen. Als Methode der Evaluierung des Referenzmodells wurde das Experteninterview verwendet.

René Weissenböck (Studiengang Internationales Logistik-Management) betrachtete in seiner Bachelorarbeit die Kapazitätsplanung in der Produktion des Automobilzulieferers Aspöck, die durch steigende Artikelvielfalt, schwankende Nachfrage und die geforderte Flexibilität der Kunden immer anspruchsvoller wird. Er entwickelte dafür in seiner Bachelorarbeit ein Tool, das sowohl mittelfristig als auch kurzfristig einen Abgleich von Kapazitätsnachfrage und Kapazitätsangebot ermöglicht. Damit gelingt eine ideale Balance der Ziele kurze Lieferzeiten, hohe Termintreue und hohe Auslastung.

Andreas Schmid (Studiengang Internationales Logistik-Management) beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit der Sicherstellung der internen Materialflüsse. Er betrachtete dabei die kritische Infrastruktur des BMW-Werks Dingolfing, deren Ausfall die komplette interne Materialversorgung zum Erliegen brächte. Die Besonderheit der Arbeit liegt in einer umfassenden Auseinandersetzung mit Methoden des Risikomanagements und der Erarbeitung von Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen bzw. von Notfallmaßnahmen im Falle einer Störung.


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