Duell um den Bürgermeister-Sessel
REICHRAMING. In der Tips-Wahlserie werfen wir einen Blick auf die Ausgangssituation in Reichraming.

Traditionell gilt Reichraming als rote Hochburg, 2003 konnte die SPÖ bei der Gemeinderatswahl noch 70,5 Prozent der Stimmen erreichen. 2009 verloren die Sozialdemokraten massiv, kamen aber immer noch auf 58,2 Prozent der Stimmen, vor sechs Jahren konnte ein ähnliches Ergebnis erzielt werden (56,2 Prozent). Den Abwärtstrend will der aktuelle Bürgermeister Michael Schwarzlmüller stoppen, er hat das Amt seit März 2020 inne, nachdem sich Langzeit-Ortschef Reinhold Haslinger aus der Politik zurückgezogen hatte. Schwarzlmüller setzt sich eine klare Bestätigung bei der Bürgermeisterdirektwahl und den Ausbau der Gemeinderats-Mehrheit zum Ziel. Der 59-Jährige, der auch als Hintergebirgskutscher bekannt ist, hat viel Erfahrung in der Kommunalpolitik. Seit drei Jahrzehnten ist er im Reichraminger Gemeinderat und war auch schon als Gemeindevorstand und Vizebürgermeister tätig.
Brandner als Herausforderer
Als Herausforderer geht bei der Bürgermeister-Direktwahl ÖVP-Kandidat Oliver Brandner ins Rennen. Der 42-Jährige stammt aus Ternberg und lebt seit 17 Jahren in Reichraming. Mit seiner Frau Julia hat er zwei Töchter, beruflich ist Brandner als Gebietsleiter im Vertrieb für Wassertechnik tätig. Die ÖVP konnte bei den Gemeinderatswahlen zuletzt stets gewinnen. 2003 stand man noch bei 25,2 Prozent, 2015 waren es schon 43,8 Prozent. Die FPÖ trat in Reichraming zuletzt im Jahr 2009 an. Ob die Freiheitlichen heuer kandidieren werden, ist noch offen.
Gemeinderatswahl 2015:
SPÖ: 56,2 Prozent, 11 Mandate
ÖVP: 43,8 Prozent, 8 Mandate
Bürgermeisterwahl 2015:
Reinhold Haslinger (SPÖ) 55,6 Prozent
Markus Gollner (ÖVP) 44,4 Prozent


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