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STEYR. In Kooperation mit der Energie Burgenland wird auf einer Dachfläche von 100.000 Quadratmetern am Gelände von Steyr Automotive bis Jahresende eine riesige Photovoltaik-Anlage errichtet. Diese wird künftig ein Viertel des Strombedarfs des Industriebetriebs decken können.

  1 / 6   Von links: Manfred Eibeck, Siegfried Wolf, Stephan Sharma und Florian Mayrhofer (Foto: fotokerschi.at/Kerschbaummayr)

„2035 wollen wir an unserem Standort CO2-neutral sein“, sagt Steyr Automotive-Eigentümer Siegfried Wolf. Würde man das nicht schaffen, werde man bei Großaufträgen künftig nicht mehr konkurrenzfähig sein. „Es gibt die Notwendigkeit etwas zu tun und wir wollen bei den Ersten dabei sein“, so Wolf, für den der olympische Gedanke (dabei sein ist alles) viel zu wenig ist. „Wir wollen die Goldmedaille gewinnen.“

Millionenschwere Investition

Als erster Schritt werden heuer auf den Dächern des Industriebetriebes 17.000 Photovoltaik-Paneele montiert. Dabei geht es um eine Dachfläche von rund 100.000 Quadratmetern, die Planungen mit dem Kooperationspartner Energie Burgenland sind praktisch abgeschlossen. Zwischen sechs und sieben Monaten sollen die Bauarbeiten dauern, noch heuer ist die Fertigstellung geplant. Die Sonnenstrom-Anlage wird 7.700 kWp produzieren, das entspricht dem Verbrauch von 2.300 Haushalten. 2.880 Tonnen CO2 können jährlich eingespart werden. Die Kosten betragen mehrere Millionen Euro, eine genauen Betrag will man aus Wettbewerbsgründen nicht nennen. Die bisher größte PV-Dachanlage in Österreich betreibt die AMAG in Ranshofen (6.000 kWp).

Über 20.000 E-Fahrzeuge

„Wir wollen zu einem Vorzeigeunternehmen in der Region, in Österreich und Europa werden“, sagt Florian Mayrhofer, Geschäftsführer von Steyr Automotive. In den nächsten Jahren will man am ehemaligen MAN-Standort mehr als 20.000 elektrischen Lkw und Busse produzieren. Ein Viertel des Strombedarfs im Werk wird künftig von den eigenen Dächern kommen. „Damit machen wir uns unabhängig von internationalen Strompreisentwicklungen“, so Mayrhofer. Die PV-Anlage sei ein erster Schritt zur CO2-Neutralität, weitere Schritte werden geplant. Dabei geht es unter anderem um die Einsparung des Energieverbrauchs, aber vor allem um die Speicherung von grünem Strom. „Das wird der nächste Gamechanger“, ist Stephan Sharma, Geschäftsführer der Energie Burgenland, überzeugt.

Angebot an Mitarbeiter

Derzeit sind 2.150 Mitarbeiter bei Steyr Automotive beschäftigt. Auch sie sollen von der neuen Kooperation mit Energie Burgenland profitieren. Wer auf seinem Eigenheim eine PV-Anlage installieren will, kann sich im Betrieb beraten lassen. Ein All-Inclusive-Preis von 45 Euro im Monat ermöglicht es den Beschäftigten eine PV-Anlage zu mieten, mit der späteren Option diese zu kaufen.


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