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STEYR. Bessere Arbeitsbedingungen werden von den Beschäftigten der Gesundheitsberufe gefordert. Auch das Personal des Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikums beteiligt sich an den Protesten.

 (Foto: Betriebsrat PEK)
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Österreichweit wurde am Donnerstag um 12.05 Uhr ein weiteres Zeichen gesetzt. Aufgerufen dazu hatte die „Offensive Gesundheit“. Gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung für alle Mitarbeiter im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich werden gefordert.

Unterschriften werden gesammelt

Die Aktion war auch der Startschuss für die parlamentarische Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit! Es ist 5 nach 12!“ Ab sofort kann jede interessierte Person durch seine Unterschrift die parlamentarische Bürgerinitiative unterstützen, indem sie auf der Website www.offensivegesundheit.at das entsprechende Formular herunterlädt und danach unterschrieben postalisch retourniert. In einem zweiten Schritt wird die Unterschrift auch digital möglich sein. 

„Das gesamte Personal im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich ist aufgrund der Personalknappheit sowie unzumutbarer Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen seit Jahren überlastet, sodass ein systemkritischer Punkt bereits überschritten wurde“, sagt Christoph Hintersteiner, stellvertretender Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrat am PEK Steyr. „Uns ist viel in den letzten Jahren versprochen worden, und nun ist es Zeit, Worte in Taten umzusetzen. Mit der Bürgerinitiative wollen wir der Politik zeigen, wie das geht, denn da die Politik nicht auf unsere Not eingeht, müssen wir unser Begehren durch die Bürgerinitiative noch sichtbarer machen.“

Akute Krise endlich beenden

Inhaltlich wird im Rahmen der Bürgerinitiative der Nationalrat ersucht, umgehend Maßnahmen zu beschließen, um die akute Krise im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege endlich zu beenden. Da die ausreichende Versorgung der Bevölkerung unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr gewährleistet werden kann, fordert man im Rahmen der Bürgerinitiative folgende Punkte:

  • Umgehend mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen und den Ausbau der Langzeitpflege, um die dringendst notwendigen Reformen, unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder, rasch umsetzen zu können
  • Umgehende Besetzung vakanter Stellen im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich sowie eine zusätzliche Aufstockung des Personals
  • Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen und in der Langzeitpflege benötigt werden
  • Umgehende Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung sowie verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung als Sofortmaßnahme (Stichwort: keine Nachtdienste allein)
  • Existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden sowie Quereinsteiger in den Gesundheits-, Betreuungs- und Sozialberufen
  • Anerkennung von berufsbedingter Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen als Schwerarbeit sowie Einführung eines Überbrückungsmodells für Menschen, die aufgrund permanenter Belastungen insbesondere durch Nachtarbeit ein Regelpensionsalter von 65 Jahren schwer erreichen können
  • Flächendeckende Umsetzung der Nachtschwerarbeitsstunden im Krankenhaus sowie in stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen


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